Up – Up, Up, Up

November 10, 2009

UP

,,This is another masterwork from Pixar, which is leading the charge in modern animation“ (Roger Ebert, Chicago Sun Times). ,,Up is a breathtaking ride into the realm of pure imagination.“ (Peter Travers, Rolling Stone). Der Lob geht noch viel weiter. Gründe sind genug gegeben. Die Vorstellungskraft Pixars ist wirklich überragend, schaut man auf die beeindruckende Vita, die Vielfältigkeit, Einfallsreichtum und Können zeigt. Nicht immer funktioniert die Pixar-Magie, wie man es bei dem nur guten Ratatouille gesehen hat, was aber direkt durch den putzigen Roboter Wall-E wett gemacht wurde. Nun steht Pixar wieder bereit, in Form von Pete Docter und Bob Peterson, die Zuschauer zu begeistern oder einfach „nur“ zu unterhalten. Up ist das neueste Animationsspektakel der populären Schmiede. Hält Up, was sehr viel Kritiker schrieben und Bewertungen voraussagten? Leider nein. Die internationalen Kritiker übertreiben ein wenig. Lars-Olav Beier schreibt schön in seiner Spiegel-Kritik: ,,Diese Reise ist überaus vergnüglich und macht mehr als zwei Drittel des Films aus. Doch der emotionale Höhepunkt von „Oben“ ist da schon lange vorbei. Der ist erreicht, wenn der Held an seinem Tiefpunkt ist.“ Und so siehts aus.

Die Reise von dem die Rede ist, ist die von Carl Fredricksen. Dieser war schon in Kindesalter sehr begeistert vom Abenteuerer Charles Muntz, sein großer Held, der in Südamerika Sachen entdeckt zu haben scheint, die nicht auf Erden zu exestieren scheinen. So entflammt auch in Carl eine Leidenschaft für Südamerika, es wird sein Ziel eines Tages das sogenannte Paradise Falls zu besuchen. Diesen Gedanken hätte er jedoch nicht stets in seinen Gedanken eingebrannt, wäre nicht Ellie, seine (verstorbene) Ehefrau, die er seit seiner Jugend kannte und die die gleiche Leidenschaft für Abenteuer besaß.
Doch seit Ellies Tod ist da nichts mehr mit Leidenschaft. Mürrisch, grau, einsam, so sieht Carls neues Leben aus. Als dann noch die moderne Welt in sein Leben tritt, sein liebgewonnes Haus für den Drang nach mehr Wolkenkratzern eintauschen möchte, hat Carl genug. Er installiert unzählige Ballons an sein Haus und streckt buchstäblich den hohen Immobilientieren die Zunge raus und verschwindet aus dieser lauten Welt, mit dem Ziel: Paradise Falls.

Auf dem Weg begleitet ihn der kleine Pfadfinder Russel, der sich im unteren Teil des Hauses versteckt hielt, als Carl die Ballons losließ. Dieser kleine Junge steht auch schon für das Ende der emotionalen Ebene, die Up zu bieten hat. Die so hochgelobte erste Viertelstunde, in der Carls bisheriges Leben erzählt wird, ist nun zu Ende. Was dann folgt ist vorhersehbares, exzellent animiertes Kino ohne Herz. Wer den Trailer zum Film gesehen hat, wird auch genau das bekommen, mehr aber auch nicht. Es folgt ein Abenteuer, das manchmal schnell, manchmal schleppend erzählt wird. Dieses Abenteuer wird durch eine komische Wendung rund um Carls Kindheitsheld Muntz geprägt, die nicht selten einfach nicht zu passen scheint. Der Humor verfällt dem Catchphrase „No“ von Carl, wenn Russel um etwas bittet und dem verspielten Palaver, das Russel von sich gibt. Da wundert es nicht, dass neben diesem etwas einfallslosem Humor, ein einfacher, überraschender Kehllaut eines exotischen Vogels den lautesten Lacher hervorbringt.
So negativ das auch klingt, Up hinkt weit hinter seinem Lob hinterher und das hinterlässt einen enttäuschenden Beigeschmack. Dadurch dass der Hype und die Erwartungen nach Wall-E einfach zu groß waren, gerät Up ein wenig in die Bedroullie. Aber immerhin nur ein wenig, denn ohne den Hype ist Up nämlich immernoch unterhaltsam, wenn auch herzloser als erwartet. Der Film kann unterhalten, ist mal wieder mit einer wichtigen Aussage und Moral konnotiert und beinhaltet interessante Charaktere bzw. Tiere. Am Ende ist es dennoch enttäuschend eine verquirlte Story zu bekommen, die nicht so richtig aufzugehen vermag.

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Skhizein – Ein wenig neben der Spur

Oktober 24, 2009

Unglaubliche Idee und grandios umgesetzt. Dank an Moonfacé!

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Irgendwie funktioniert das nie, dass man das Video im Vollbildmodus ansehen kann. Ich weiß nicht genau woran es liegt…daher empfehle ich das Vimeo Zeichen anzuklicken, um auf die offizielle Seite mit diesem Video zu kommen.

Dear John – Trailer

Oktober 18, 2009

Channing Tatum ist nicht gerade mein Lieblingsschauspieler, aber der nächste mit ihm erscheinende Film , Dear John, sieht doch ganz schmackhaft aus, zumindest in der zweiten Hälfte des Trailers. Der Oscarnominierte Lasse Hallström ist Regisseur und neben Tatum gesellt sich zudem Amanda Seyfried, die ich bisher noch nicht wirklich kannte, dies aber spätestens nach Jennifers Body geändert wird. Dear John erinnert an schon viele typischen Filmchen á la Soldat findet seine Liebe und muss wieder zurück in den Krieg, alles schon irgendwie bekannt. Daher liegen die Erwartungen ziemlich tief, aber immerhin handelt es sich um den Stoff von Nicholas Sparks, der Autor von The Notebook. Das lässt etwas hoffen.

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Californication – Season 1

Oktober 5, 2009

californication

Das große Bild, das Californication in seiner ersten Staffel beherbergt, ist das eines narzisstischen Schriftstellers, der sein süffisantes Lächeln nur ungern versteckt, wo es doch gerade so gut bei den Frauen ankommt. Sein Charme und gewählte, freche Rhetorik lassen seinen moderaten Körperbau bei dem anderen Geschlecht vergessen und in fast jeder der insgesamt zwölf Episoden umschließen seine Arme eine andere Frau in seinem Bett. Hank Moody (David Duchovny) ist ein wahnsinns Schriftsteller – dessen Werke man leider nie zu Gesicht bekommt – und ein wahnsinns Frauenaufreißer. Hank hat jedoch eine Schreibblockade, eine, die Jahre überdauert und ihn und seine Umwelt merklich herunterzieht. Ob seine menschlichen Eigenschaften reziprok zu seinem Lebensstil sind? Ja, das sind sie wohl. Er lebt sein Leben, Tag für Tag, trinkt seinen Whiskey, raucht seine Zigaretten und trifft die nächste Frau für eine Nacht.  Er ist Single, momentan. Er war es aber nicht immer. Seine große Liebe gibt es und sie ist immernoch präsent in seinem Leben, was die Sache um einiges komplizierter macht, auch wenn es für Hank das Einfachste der Welt ist. Sein Manifest beinhaltet die erneute Eroberung seiner Liebe Karen (Natascha McElhone), die jedoch einen Neuen hat, den sie vorhat zu heiraten. Nicht zu vergessen wäre ihre gemeinsame Tochter Rebecca (Madeleine Martin), die zwischen dem Ganzen Hin und Her zurecht finden muss und oft enttäuscht und allein gelassen wird. Wenn es denn so einfach wäre, wie Hank es sich repetitiv vorstellt und Karen vorspielt. Er liebt sie, sie liebt ihn? Es bleibt in einem Schwebezustand, was zwischen den beiden passiert, interessant wird es apodiktisch gen Ende der Staffel, Episode 12 The Last Waltz, die Klimax des ganzen Tumults.

An diesem Punkt ist Californication noch recht verhalten, beruht auf versierten Dialogen und lakonischen Handlungssträngen. Exorbitant wird es erst, wenn man Nebencharaktere heranzieht. Allen voran Mia (Madeline Zima), die 16 jährige Tochter von Bill, dem voraussichtlich zukünftigen Ehemann von Karen. Diese von Hank als Soziopathin bezeichnete kleine, große Göre ist eine egozentrische, teuflische junge Frau, die schon mit ihren wenigen Lebensjahren mehr von Manipulation zu verstehen vermag als manch anderer. So unglücklich die Beziehung von Hank und Karen verlaufen musste, so erreicht Hank seinen Tiefpunkt an dem Abend, an dem er mit Mia – jedoch im Zustand kompletten Unwissens ihres Alters – geschlafen hat. Dass diese Soziopathin von da an jede Gelegenheit nutzt, um Hank zu necken und in Beinahe-Schwierigkeiten zu bringen ist nicht nur wahrscheinlich, sondern in jedem Fall abzusehen.

Der Zuschauer hat jedenfalls seinen Spaß mit anzusehen, was mit Hank geschieht. Sei es eine nicht zurückgerufene ONS-Nummer, die ihre Wut in einem Boxkämpfchen an ihm auslässt oder eine Situation, in der er eine Prostituierte vernascht und danach unglücklichlicherweise kein Bargeld parat hat, sodann von einem netten Mann vermöbelt wird. Ja, das Leben meint es nicht immer gut mit Hank Moody. Sein Lächeln erhält er jedoch stets auf in seinem Dreitagebart-Gesicht. Mit genug Empathie kann man auch sehr gut mit ihm mitfühlen, so viel, wie ihm im Laufe der Staffel passiert. Denn er ist nicht immer so, so draufgängerisch. Es gibt ruhige Momente, die die aufrichtige Seite von Hank zeigen. Diese sind häufig in Situationen mit seiner Tochter und Karen anzutreffen, seiner Familie. Gerade in diesen Momenten schaltet die Serie vom üblichen, impertinenten „Fuck me“-Grundton zum ehrlichen, liebevollen Ton um. Es gibt nicht viele von diesen Momenten, denn die Serie lebt nunmal von den neckischen Dialogen rund um das Thema Sex.

Dieses Thema findet sich auch bei Hanks Agenten und bestem Freund Charlie (Evan Handler), der in seiner Ehe keinen sexuellen Reiz mehr sieht und sich in seine Assistentin Dani (Rachel Miner) verguckt, die ihn auf eine andere, besondere Art erregt. Diese ist nämlich Mitglied bei den SuicideGirls und steht nicht auf den normalen, langweiligen Beischlaf. Etwas überheblich lässt Charlie sich auf ein Spielchen mit Dani ein und hat die Folgen, die auf seine Ehe einfließen, zu tragen. Doch das geschieht nicht in einem dramatischen Ton, das ist nicht der Stil, den Californication herüberbringen will. Es gibt sehr wenig Drama, wo es im Vergleich bei anderen Serien wahrscheinlich schon mit Streichern im Hintergrund zelebriert werden würde. Nein, die erste Staffel ist leichtfüßig und zwingt sich nichts auf. Ein wenig büßt die Staffel in dieser Hinsicht jedoch ein, denn manche Geschehensabläufe werden nicht angesprochen, obwohl sie schwerwiegend für die Charaktere sein müssten. So bleibt zum Beispiel Mias Exzess in der Wohnung ihres Lehrers unkommentiert. Und auch sonst wirkt alles etwas zu fantastisch, für Hank läuft alles einfach immer wunderbar, egal was passiert. Ein Wermutstropfen, der schwer abzuschütteln ist, die erste Staffel Californication gleichwohl nicht eminent unamüsant erscheinen lässt.

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Musiktipp: Yeah Yeah Yeahs

Oktober 2, 2009

Erst letztens hab ich diese Band zu schätzen gelernt. Moonfacé hat sie mir empfohlen (thankyouu~) und ich hab mir mal wieder was von ihnen angehört. It’s Blitz heißt das neue Album von den Yeah Yeah Yeahs. Das komplette Album ist okey, aber lediglich zwei Lieder können mich bisher richtig fesseln. Das wäre zum einen Skeletons und zum anderen Runaway.

Soon comes rain
Dry your eyes
Frost or flame
Skeleton me
Fall asleep
Spin the sky
Skeleton me

I was feeling sad
Can’t help looking back
Highways flew by
Run, run, run away
No sense of time
Want you to stay
Want keep you inside