High Rollers

von Khitos

hr3.jpg Goni (Seung-woo Cho) “leiht” sich das gerade erhaltene Geld seiner Schwester, um Hwaku zu spielen. Doch der blutige Anfänger verliert alles. Er vermutet das ein Handlanger des Gangsterbosses Kwang ihn betrogen hat und will sein Geld wieder zurück gewinnen. Auf diesem Weg trifft er Gyung-jang Pyung (Yun-shik Baek), einer der besten Hwakuspieler des Landes. Pyung weiht Goni in die Geheimnisse eines Betrügers ein und macht ihn zu einem hervorragenen Spieler – einen High Roller. Als der Mentor jedoch eines Tages umgebracht wird, geht Goni davon aus, dass es Agwee (Yun-seok Kim) gewesen sein muss, denn auch er ist einer der besten im Lande und hatte noch eine Rechnung mit Pyung offen. Goni beschließt sich an den Mord zu rächen, begibt sich und seine Freundin Hwa-ran (Su-kyeong Lee) aber in gefährliches Terrain.

Was man an “High Rollers” direkt merkt, ist die schöne Optik. Nicht nur die Hintergründe sind in feinen Erdtönen abgestimmt, auch die Schauspieler werden in stylishen Klamotten präsentiert, die den Film zu einem ansehnlichen Ereignis machen. Nicht gerade wenig Anteil am Reiz der Bilder ist der weibliche Teil des Casts, welches offensichtlich mit Alabasterhaut gesegnet ist und makellos in der düsteren Glücksspielwelt hervorgehoben wird.

 

hr2.jpgDie Welt, in der diese Figuren nun agieren, ist jedoch eine weitaus gefährlichere, was man auch konkret an vielen brutalen Szenen sehen kann. Es wird einiges Blut vergossen, Schüsse abgefeuert, mit dem Hammer auf die Finger geklopft und das Messer findet auch manchen Benutzer. So sieht es halt aus, wenn man betrügt. Wenn man erwischt wird, geht es um Leben und Tod, obwohl man sogar manchmal die Auswahl besitzt, welchen Körperteil man verlieren will: Hand oder Ohr? One Ear, der dritte im Bunde der besten drei Spieler im Lande, hat sich offensichtlich für die zweite Option entschieden, musste aber auch die die erste entgegennehmen. Eine unheilsame Welt, die in dem Film gut beschrieben wird.

Ein weiteres Merkmal des Filmes ist die episodenhafte Erzählweise. Es werden acht, mit jeweils einer Überschrift versehenen, Stories erzählt, die natürlich alle zusammenhängend sind, aber manchmal etwas locker sitzen. Wenn man die paar Hänger noch mit der Zeit von circa 140 Minuten kombiniert wird es etwas heikel. Dazu kommt das Spiel Hwaku, dass man hier zu Lande überhaupt nicht kennt, mich dennoch etwas an Poker erinnert, aber offensichtlich simpler gespielt wird. Die Partien sind deswegen nicht so interessant, wie sie sein sollten und man will eigentlich nur sehen, ob und wie Goni und Co. sich das Geld schlussendlich abknöpfen ohne dass sie erwischt werden.
Als einen kleinen, optischen Leckerbissen kann man “High Rollers” sicherlich auf dem Filme-Markt verkaufen, ohne Gefahr dafür eine Hand zu verlieren.

__________6/10__________

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