Disturbia

von Khitos

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Kale (Shia LaBeouf) steht unter Hausarrest. Grund ist eine Attacke auf seinen Spanischlehrer, der ihn zuvor provoziert hat. Drei Monate muss er zu Hause bleiben. Um sicher zu gehen, dass er wirklich nicht ausbricht wird ihm ein Sender ans Bein justiert, welches die Polizei alamiert, wenn er außerhalb des Hausgrundstücks hinausgeht. Da seine Mutter Julie (Carrie-Ann Moss) ihm auch noch den Internetzugang und seinen Fernseher beschlagnahmt muss er sich anderweitig helfen, um die Monate herum zu bekommen. Da kommt es gerade Recht, dass eine neue Familie nebenan einzieht in dessen Tochter Kale direkt interessiert ist. Er beginnt Ashley (Sarah Roemer) mit seinem Fernglas zu beobachten. Auch die anderen Nachbarn sind nicht mehr vor ihm sicher. Ein Nachbar jedoch ist speziell: Mr.Turner (David Morse), den Kale für sehr verdächtig hält, denn es gibt Anzeichen, dass er mit dem Verschwinden einer rothaarigen Frau zu tun haben soll. Und so beobachten Kale, sein Freund Ronnie (Aaron Yoo) und die dazugestoßene Ashley den mysteriösen Nachbar, der den Verdacht immer mehr zu bestätigen scheint.

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Shia LaBeouf, der in letzter Zeit immer mehr im Vordergrund der Hollywoodmanege gerückt ist, zeigt in seinem neuen Film “Disturbia”, dass er einen waschechten Teenager spielen kann. Man kann die Parallelen zu “Transformers” nich tleugnen. Die Rolle, die er hier spielt, ist fast identisch mit der anderen, nur in einem anderen Szenario. Aber das macht eigentlich nicht allzu viel aus. LaBeouf überzeugt einfach mit einem Teenager-Charme, der mit viel Humor kombiniert wird. Eine wunderbare Mischung, die am Anfang des Films sehr unterhält. Die ersten Szenen unter Hausarrest mit Hintergrundmusik von System of a Downs “Lonely Day” – einfach spitze!

Eine weitere Parallele zu “Transformers” ist die Lovestory, die diesmal nicht mit Megan Fox, sondern mit Sarah Roemer (“The Grudge 2″) erzählt wird. Dieses Mal aber ohne außerirdische Roboter, die dazwischenfunken. Auch wenn mehr Freiraum im Drehbuch für die Liebesgeschichte ist, steht immernoch Mr.Turner im Mittelpunkt des Interesses. Die Beziehung der Beiden ist eigentlich nebensächlich und nur als Nebenunterhaltung anzusehen. Dennoch weisen sie manche guten Szenen auf, die durch die Dialoge zufriedenstellend rübergebracht werden.

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Was “Disturbia” besonders am Anfang auszeichnet ist die Sicht eines Voyeurs. Man ist der Beobachter und schaut sich die Menschen in der Nachbarschaft an. Als Zuschauer ist die Idee selbst mal seine Nachbarn zu observieren ziemlich schnell im Kopf. Doch es sei Obacht geboten, denn das Schlimmste wäre, wenn die beobachte Person etwas merkt. Das kann ziemlich schnell in die Hose gehen, was man aus Kales Sicht mit seinen ersten Observierungsversuchen zu spüren bekommt.

Der Wechsel von Teenager-Lovestory zu düsterem Thriller ist D.J. Caruso (“Taking Lives”) ganz gut gelungen. Hilfreich dafür ist auf jeden Fall der seltsame, aber ziemlich interessante, Bösewicht Mr.Turner, da er das Spiel auf Leben und Tod erst zum Rollen bringt. Negativ finde ich aber Ashley zum Beispiel, die in meinen Augen unbegründet und viel zu schnell zu Kale und Ronnie stößt, die dann mit ihr ein Trio bilden.

Positiv ist auf jeden Fall LaBeouf, der seinen Teenager-Charme gekonnt rüberbringt und bestimmt auch mal in anderen Rollen überzeugen wird. Auch Aaron Yoo ist ein Sympathiebolzen, den man einfach gern in den knapp 100 Minuten zusieht. Sarah Roemer, die mit der Rolle von Ashley zwar nicht viel zu tun hatte, als , wie immer, gut auszusehen, macht dies aber akzeptabel. Morse spielt seine Rolle charmant, ansonsten hat er aber eher einen typischen Bösewichtpart. “Disturbia” ist gutes Popcorn-Kino, was mit einem stimmigen Genre-Mix trumpfen kann und berechtigterweise in den USA schon das vierfache seines Budgets eingespielt hat.

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__________7/10_________

 

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