The Banquet

von Khitos

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“The Banquet” ist eine, mit eigener Handschrift versehene, Adaption von William Shakespears ‘Hamlet’, welches ich jedoch widerum nicht kenne. Ohne auf das basierende Theaterstück einzugehen, kann man Xiaogang Fengs “The Banquet” aber als einen Film voller Intrigen, Hinterhalte, Chaos und Macht beschreiben. Eine Königsfamilie, jeder Teil davon hat mit eigenen Problemen und gewünschten Zielen zu kämpfen. Eine Geschichte über die Folgen der Macht im frühen China.

Die Kulisse ist der Zeit angepasst und kann mit anderen Filmen, die in dem Zeitraum spielen, problemlos mithalten. Erwähnenswert ist natürlich, dass allein der Königspalast mit 180 Meter Länge und 60 Meter Weite die größte Kulisse, die zu der Zeit in China gebaut wurde, darstellt. Auch nicht zu vergessen wäre die hervorragende Kostümgestaltung, die man aus den Filmen dieses Genres schon gewohnt ist. Um diese prachtvoll gekleideten Charaktere auch richtig in Szene zu setzen hatte die Kamera eine große Aufgabe, die aber auch gut gelöst wurde. Die Bilder sind sehr schön, die Farben kontrastreich und alles wird mit manch guten Kamerafahrten unterstützt.

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Auch die Kampfszenen sind sehr ansehnlich, nicht wenig Anteil hat daran hat die einwandfreie Choreographie, die gekonnt von den Schauspielern in diesen gut ausgearbeiteten Szenarien rübergebracht werden. Allein das Blut, welches auch genug fließt, sieht nicht natürlich aus, was das vorher aufgebaute Bild etwas stört. Abgesehen davon kann man dem Film aber vom Aussehen her nichts Negatives abgewinnen.

Das Äußere ist stimmig und unterhält auf seine Art und Weise. Jetzt fehlen nur die Figuren, die in der Welt um das Jahr 907 die Geschichte vorantreiben. Die Dynastie wird mit namenhaften Darstellern besetzt. Ziyi Zhang (“Memoirs of a Geisha”, “2046″), die die Rolle der Königin spielt, Daniel Wu (“Protegé”, “Rob-B-Hood”), als Prinz Wu Luan und You Ge (“A world without thiefes”) als neuer Herrscher Li. Die Rolle der Königin sollte eigentlich an Gong Li vergeben werden, konnte aber wegen Terminproblemen nicht ausgeführt werden und somit hat man die Story etwas umgeschrieben, um die jüngere Zhang sinnvoll einzufügen. Vielleicht hätte man doch etwas warten sollen. Nicht, dass Zhang ihre Sache nicht gut macht, aber womöglich hätte Gong Li oder eine etwas erfahrene Schauspielerin die Rolle mit mehr Leben gefüllt. Auch bei dem Rest des Casts kann man trotz der ansehnlichen Namen keinen besonderen hevorheben. Alles spielt sich auf einem guten durchschnittlichen Niveau ab.

“The Banquet” ist auf breiter Ebene doch unterhaltsam und schlüssig, aber an manchen Stellen bekam ich ein Gefühl der Verlorenheit. Es gibt einige Sequenzen, die den roten Faden für einen Moment zerschneiden und später wieder zusammenknoten. Insgesamt ist der Film aber visuell schön anzusehen und hat trotz der Lücken im Plot einen ausreichenden Unterhaltungswert. Gebt mir den Punktwert 6,5 und ich würde ihn nehmen.

__________5/10__________

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