Dexter Season 1

von Khitos

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I don’t hurt innocent people.

Dexter ist Forensiker, sein Leben wird hauptsächlich von Blut geprägt. Er ist ein netter, sympathischer Bruder, Freund, Kollege und Nachbar. Doch der Schein trügt, wie so oft. Dexter lebt nach einem Code: Code of Harry, sein Adoptivvater. Sein nichtbiologischer Vater erkannter schon in Dexters Kindheit, dass er einen Hang zum Töten besitzt. Ab diesem Zeitpunkt musste Dexter lernen wie er sich verhalten muss, um unauffällig seinen Trieb ausleben zu können. Doch die Morde sind nicht willkürlich. Das Opfer muss schon böse und gemein sein.

Ok, die Idee der Serie klingt abstrus und könnte auch Stoff für einen sehr schlechten Film abgeben, aber zum Glück hat man daraus etwas viel besseres geschaffen. Die Serie wird angeführt von Michael C. Hall, den ich zuvor nicht kannte. Die Überraschung in Form einer perfekten Besetzung der Hauptperson kam dann umso heftiger. Hall spielt die Rolle sehr gut und überzeugend. Es kommt einem sogar etwas vor wie in “Scrubs”, wenn man ihn so in Gedanken erlebt und diese im Off mitgeteilt bekommt. Die Monologe und Dialoge sind mit bestückt mit manch humorvollen Aspekten, bleiben aber dezent im Hintergrund. Eher sind die Morde im Vordergrund, mit denen sich Dexter auseinandersetzen muss. Er hat dabei immer wieder Flashbacks in seine Vergangenheit mit seinem Adoptivvater Harry, der ihm Schritt für Schritt erklärt, wie er sich verhalten muss. Schöne Erzählweise, die überhaupt nicht stört. Man kann es als kleinen Info-Einschub ansehen.

Andere wichtige Charaktere in der ersten Staffel sind dann wohl zum einen Dexters ‘Schwester’ Debra (Jennifer Carpenter), seine Freundin Rita (Julie Benz), sein erbitterter Verfolger und Skeptiker Doakes (Erik King), sein Lt. Laguerta (Lauren Vélez) und noch weitere Kollegen und kleinere Side-kicks. Die Beziehung zwischen Dexter und Rita ist schon kurios genug. Rita wurde vor langer Zeit vergewaltigt und hat Probleme mit Dexter körperlich näher zu kommen und Dexter empfindet Sex als abstoßend und hält es nicht aus, wenn es einmal fast dazu kommt. Ein perfektes Paar, denkt sich Dexter, der natürlich nicht auffallen will und mit Rita eine nette, naive Frau gefunden hat. Zu Doakes muss man sagen, dass er Dexter einfach nicht ausstehen kann und ihn und seine Vorliebe für Blut für sehr abgefreakt hält. Dazu kommt, dass er irgendwie ahnt, dass hinter Dexters Fassade noch viel mehr steckt, womit er vollkommen Recht hat. Zu Beginn der Staffel ist ein Nervcharakter Programm. Dies wird erledigt durch Lt. Laguerta, die sich für die Presse selber Lohrbeeren zusteckt und einen sehr nervigen Charakter hat, was sich zum Glück im Laufe aber bessert.

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Dexter takes lives. Seriously.

Das Augenmerk fällt in der ersten Staffel besonders auf den ersten großen Fall: Der Icetruck-Killer. Er hinterlässt seine Opfer zerstückelt und ohne einen einzigen Tropfen Blut zurück. Der zweite Aspekt gefällt Dexter natürlich, er ist fasziniert von der Technik und möchte wissen, wie der Killer es gemacht hat. Noch gehimnisvoller wird es, als jemand offensichtlich in seinem Apartment war und Hinweise hinterlassen hat. Der Icetruck-Killer war am Werk und will mit Dexter in Kontakt treten. Dexter muss nur weiter der Spur folgen, die der Killer hinterlässt und kommt hinter ein großes Geheimnis zum Finale hin.

Natürlich werde ich nichts über das Ende verraten. Verraten kann man aber wohl, dass man ein herrliches Bild zu sehen bekommt, welches die Staffel zufriedenstellend abschließt.
Die Staffel bietet sehr viel Interessantes und wunderbare Schauspieler, die zu ihren Rollen passen. Spannung ist vorhanden, wenn auch die Cliffhanger sich nicht mit “Prison Break” zum Beispiel messen können. Pluspunkte gibt es auf jeden Fall für den Charakter von Dexter und seine Monologe in Gedanken, die mir wirklich gefallen haben. “Dexter” bietet viel Unterhaltung über einen Serienkiller und seinem interessanten Hintergrund. Ich freu mich auf Staffel 2!

__________8/10__________

I can kill a man, dismember his body and be home in time for ‘Letterman’.dex1.jpg