The Invisible

von Khitos

Nick Powell (Justin Chatwin) wird von Annie (Margarita Levieva) und ihren Schlägerkumpel fast zu Tode geprügelt. Sie denken Nick sei tot und verstecken ihn im Wald, um keinen weiteren Ärger zu bekommen. Nick jedoch ist in einen Zustand zwischen Leben und Tod. Er hat nicht viel Zeit, um herauszufinden wer ihn fast umgebracht hat und muss sich gerade zu selbst retten.

Eigentlich war ich sehr gespannt auf diesen einen Film. Der Trailer versprach ansprechende Unterhaltung, die dazu auch noch ziemlich gut aussieht. Nun, nachdem ich ihn gesehen habe, muss ich leider eine Enttäuschung erfahren, mit der ich nicht gerechnet habe. Ganz besonders enttäuscht bin ich ja von David S. Goyer, Drehbuchautor von “Batman Begins”. Da ich den schwarze Fledermaus sehr mag, habe ich doch wenigstens mit einer tollen Story gerechnet. Ich muss zugeben, die Idee mit der Zwischenwelt ist gut und ausreichend bestückt, um mein Interesse geweckt zu haben. Dennoch, der Rest kann – leider – in keinster Weise überzeugen.

Obwohl “The Invisible” doch so gut anfängt! Nick geht während einer Feier in den Keller und nimmt eine Schrotflinte in die Hand und drückt mit stoischer Ruhe ab. Und wacht direkt darauf aus seinem Traum auf. Ein toller Anfang, der jedoch nur eines der wenigen niveauvollen Szenen darstellt. Was danach kommt ist stellenweise einfach nicht zu ertragen. Man nehme nur die allzu deutlichen Logiklöcher mit Nicks Freund Pete (Chris Marquette), der einfach zu unglaubwürdig handelt. Auch, dass Annie mit einem Messer überall Einlass bekommt macht manche Stellen einfach lächerlich.

Unterstrichen wird alles durch die Schauspielweise der Akteure, die oft überhaupt nicht glaubwürdig wirkt. Schade eigentlich, da der Film optisch eigentlich ganz gut ausschaut. Es wird sehr brav auf die Details geachtet, wenn Nick in seinem Geisterzustand Dinge zerschlägt, die im nächsten Bild wieder heile und an ihrem ursprünglichen Platz sind. Auch die Kamera fängt manch schöne Naturaufnahmen auf, die das Gesamtbild des Filmes aufwertet. Ein anderer Punkt wären die Szenen, in denen Nick ausrastet. Einfach herrlich witzig, wenn er Anne von einem Dach stößt! Wahrscheinlich war da eine andere Intention dahinter, aber gerade diese Szenen kommen mit einem humorvollen Touch daher.

Was “The Invisible” sein möchte ist ein dramatischer Fantasythriller. Die Fantasyelemente werden durch die Story erfüllt, besitzen aber, wie die Thrillerkomponente, einen weniger großen Stellenwert im Film. Im Vordergrund soll die Dramaturgie und die darauffolgenen Emotionen sein. Leider kommen gerade diese gewollt emotionsvollen Momente aufgesetzt und gezwungen vor, was den Unterhaltungsfaktor reichlich schmälert. Das kann man auch am Ende erkennen, wenn es nun heißt alles hinter sich zu lassen und weiter zu ziehen.
Fazit: “The Invisible” kann in großen Teilen leider nicht überzeugen und bringt den Zuschauer eher zum Lachen anstatt mit den Schauspielern mitzufühlen.

__________3/10__________

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