Shorter than ever: The Kingdom

von Khitos

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Eine amerikanische Wohnsiedlung in Riad erfährt einen Anschlag, bei dem hunderte von Menschen ums Leben kommen, verletzt und geängstigt zurückgelassen werden. Um herauszufinden, wer hinter diesem Anschlag steckt, begibt sich eine Spezialeinheit des FBI in das gefährliche Gebiet. Die einzige Hilfe, dass das Team bekommt, ist Oberst Faris Al Ghazi (Ashraf Barhom), der, nicht wie seine Mitbürger, den Amerikanern vertraut und sich wirklich anstrengt Licht ins Dunkel zu bringen. Mit der Zeit kommt das Team immer näher an die Lösung, wird dabei aber selbst zur Zielscheibe der Terroristen.

Was mit einem Ausweichplan für die Überbrückung eines langweiligen Abends vorgesehen war, entwickelte sich zum Kinoereignis, welches jeden investierten Euro wert gewesen ist. Ich habe lediglich mit einem Actionfilm in Begleitung eines kleinen, politischen Hintergrundes gerechnet, welcher sich durch die Schauspieler über kurz oder lang in einem durchschnittlichem Gemisch aus schon gesehenem und Langeweile verliert. Zum Glück ist nichts davon geschehen, sodass der Abend doch noch gut gefüllt wurde.
“The Kindom” kann sich schon von Anfang an behaupten, indem es mit dem wunderbar animierten Vorspann eine Informationsbasis aufbaut, die den Zuschauer auf den Stand der Dinge bringt und nochmals hervorhebt, dass die Ereignisse immernoch sehr aktuell sind. Was sich danach so langsam aufbaut, entwickelt sich zu einem fulminant inszenierten Actionfilm, der allen Anschein nach in keinster Weise pro-Amerika ist. Gründe hierfür sind einfach, dass Amerika nicht als Retter dargestellt wird, sondern als Helfer, der alles andere als perfekt ist. Dem Terror werden auch Gesichter zugeteilt, denen jedoch nicht allzuviel Bedeutung beigelegt werden, da es hauptsächlich um das FBI-Team geht, welches versucht gerade diese zu finden. In dieser seriösen Handlung gibt es immer wieder diese obligatorischen Auflockerungsszenen, die nicht stören, jedoch einfach nicht witzig sind. Neben diesem einen negativen Punkt, behauptet sich “The Kingdom” aber sehr souverän, sodass er sich für mich als einen kleinen Überraschungsfilm herausstellt, der, nicht nur wegen dem exzellenten Ende, den Teufelkreis politischer Entscheidungen in einer mehr als unterhaltenden Verpackung sehr gut darstellt.

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