Shorter than ever: 13 Beloved

von Khitos

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Puchit (Krissada Terrence) macht seit einigen Wochen weniger Umsatz bei der Arbeit, muss seiner Mutter Geld leihen und hat mit etlichen Rechnungen zu kämpfen, die sein Bankkonto drastisch drücken. Um alles noch schlimmer zu machen, sagt ihm sein Chef, dass er mit diesen negativen Zahlen leider kündigen muss. Da kommt es gerade gelegen, dass ein unbekannter Anrufer sich auf seinem Handy meldet. Dieser teilt Puchit mit, dass er die Möglichkeit hat an einem Spiel teilzunehmen, bei dem er am Ende mit 100 Millionen Baht belohnt wird. Er muss lediglich 13 Aufgaben bewältigen, die mit der Tötung einer Fliege beginnen. Aufgabe 2 ist es, die tote Fliege zu essen. Eigentich ein ganz einfaches Spiel, womit Puchit schon seine Schulden abgedeckt hat. Dennoch. Es warten 11 weitere Aufgaben auf ihn…

~ Im vorliegenden Text ist ein kleiner Spoiler, der das Sehvergnügen des Films womöglich schaden könnte ~

Die Idee, die Regisseur Ma-Deaw Chukiatsakwirakul mit “13 Beloved” beschreibt, ist faszinierend, spannend und fesselnd zugleich. Ein normaler Mensch muss 13 Aufgaben erledigen und schon ist er um einiges reicher. Das alles erinnert direkt an eine Reality-Show, die man sich im Fernsehen oder im Internet mitverfolgen kann. Genau das geschieht auch Puchit, der wunderbar von Krissada Terrence gespielt wird, indem er dem unbekannten Anrufer sein ‘Ok’ gibt. Diese Thematik erinnert mich direkt an dem kommenden Film “Live”, welcher das gleiche Ziel verfolgt, dies jedoch weniger subtil darstellt.
Was “13 Beloved” besonders am Anfang auszeichnet, ist das Mysterium um den Anrufer, der anscheinend alles sieht und weiß. Dies allerdings wird zum Schluss komplett aufgelöst, sodass diese mysteriöse Atmosphäre ausgelöscht wird und man nur noch die etwas unglaubhafte Wahrheit zu sehen bekommt, die den einen oder anderen wahrscheinlich nicht gefallen wird. Ein weiterer negativer Punkt wäre die zu Anfang etwas unpassende Streichmusik, die ich als ziemlich unpassend eingesetzt empfinde, wobei sich das im Verlauf wieder bessert. Insgesamt kann man “13 Beloved” empfehlen, da er einen starken Hauptcharakter besitzt und eine interessante Idee erzählt, die zu schocken weiß. Schwankend muss ich diesem Film leider nur 3 Sterne geben, etwas mehr und ein weiterer halber Stern wäre sicher gewesen.

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