Shorter than ever: Shoot ‘em Up

von Khitos

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Man kann sagen, dass “Shoot ‘em Up” grundlegene Hinweise auf gute Ernährung präsentiert: Karotten sind gut für die Augen, sie schmecken und können, wenn es unter Umständen nötig ist, als Waffe dienen. Clive Owen ist der Übermittler dieser aufklärerischen Nachricht und gleichzeitig die coolste Sau des schießwütigsten Films 2007. Mit der Waffe in der einen Hand, Prostituierte Donna in der anderen und irgendwo sicher eingepackt noch ein Baby, welches in einer Tüte eine Zeitung als Windel und eine Socke als Kopfbedeckung mitsichträgt. Ausgesprochen kurios und rasant offenbaren sich Actionszenen der Extraklasse vor den Augen des Zuschauers, welche an manchen Stellen einfach nur unlgläubisch lachen können, dass der gerade gesehene Stunt wirklich geschehen ist. “Shoot ‘em Up” kann sich größtenteils in den Krawallszenen behaupten, bekommt aber einen comichaften Touch, wenn es in die sehr unrealistischen Zonen gerät. Auch der Humor wird manchmal zu unlustig, behält aber immer einen akzeptablen Charme, der durch Owen und seinen teilnahmslosen Gesichtsausdrücken irgendwie doch noch gut rüberkommt. Monica Bellucci ist als einzig wirkliche Frau unter unzähligen toten Männern in den meisten Szenen bezaubernd, besitzt aber nicht genügend Spielraum, um überhaupt etwas mit ihrer Rolle auszusagen. In “Shoot ‘em Up” geht es wirklich nur um den Spaß an der einen kleinen Fingerbewegung, die eine Waffe auslöst oder einen Blinker betätigt. Beides ist im Film angenehm anzusehen, sodass Smiths Hatelove-Orgie passende Rahmenbedingungen findet. “Shoot ‘em Up” ist rasant, größtenteils sinnlos, kann aber durch seine Kurzweile bedeutend auftrumpfen.

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