Skins – Season 1

von Khitos

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Tony. Tony kennt Sid. Sid ist Tonys bester Freund. Sid verehrt Tony. Sid liebt aber Tonys Freundin, Michelle. Michelle hat aber nur Augen für Tony. Sid ist das dritte Rad am Fahrrad. Er stört. Er ist aber Tonys bester Freund.
“Skins” spielt in Bristol, England. Es ist die erste Serie, die für den Sender E4 gedreht wurde und überzeugt durch ungewöhnliche Freunde und ihren unerwarteten Charaktereigenschaften. Nicht nur Tony, Sid und Michelle gehören dazu. Es gibt noch Jal, Chris, Anwar, Maxxie und Cassie. Jedem, bis auf Anwar und Maxxie, welche zusammen eine Folge teilen müssen, wird eine Episode gewidmet. 7 Folgen sind gefüllt. 2 fehlen noch. Diese letzten Folgen sind das Highlight der mit Abstand kürzesten Staffel, die ich in letzter Zeit gesehen habe. 9 Folgen, das ist nicht viel, aber wie man es schon gewohnt ist: 45 Minuten sind eine Menge Zeit, in denen viel erzählt werden kann.

Nun zu den Charakteren.
Tony: Ein sehr selbstbewusster, sich immer fein anziehender Junge, der vor Nichts Angst hat, viel weiß und eine Tendenz hat mit anderen Menschen zu spielen, indem er sie manipuliert. Das besondere: Tony spielt kein geringerer als Marcus, der kleine Junge aus “About a Boy”, der für “Skins” reichlich Muskeln antrainiert hat und mit seinem Selbstbewusstsein nur so strotzt. Er denkt, er hätte alles im Griff, jedoch gerät er mit steigender Episodennr. immer mehr ins Schwanken.

Sid: In den ersten Episoden geht es nur um seine Jungfräuligkeit. Später wird es ernster und er hat mit der Schule zu kämpfen, mit Liebe und die darauffolgenden inneren Konflikte. Sein einziges Idol ist Tony, welchen er stets unterstützt und begleitet. Doch auch diese Freundschaft muss mit einigen Konflikten zu Recht kommen. Zusätzlich zu seiner inneren Problemwelt kommt sein Äußeres, welches sich aus Schlabberklamotten und Brille zusammensetzt. Er ist das komplette Gegenteil von Tony.

Michelle: Sie ist Tonys Freundin und liebt ihn wirklich sehr. Jedoch gerät diese Liebe durch Tonys Spielchen in immer größere Schwierigkeiten, die die beiden nun bewältigen müssen. Michelle ist die Schönheit in der Clique und passt mit ihrem guten Aussehen einfach zu Tony.

Jal: Sie spielt Klarinette und ist die einzige Frau in einem Haus voller Hip Hopper. Sie hilft jedem so gut es geht und verkörpert die Streitschlichterin und Trösterin.

Cassie: Sie ist magersüchtig. Sie isst nicht. Sie besucht sogar eine Anstalt, in der genau solche Patienten wie Verrückte behandelt werden, die man lieber in ihrer Traumwelt in Ruhe lassen sollte. Das mit dem verrückten Charakterzügen ist jedoch nicht ganz abwegig, denn Cassie besitzt eine eigenwillig, positive Art zu reden, sodass ein akzentreiches ‘super’ oder ‘wow’ nicht fehlen darf. Sie mag Sid, aber versteht auch Sids Liebe zu Michelle. Sie steckt in eine Art Zwickmühle.

Chris: Chris ist ein sehr komischer Kerl. Er lebt sehr chaotisch in seinem Zimmer und hat keinen Hang zur Ordnung. Farbenfrohe Klamotten und sein Lächeln charakterisieren seine Person ziemlich gut. Dieses eine Lächeln zeigt er ganz besonders seiner Lehrerin, Angie, in die er allen Anschein nach verliebt ist. Er versucht immer wieder Angies Vertrauen zu gewinnen und kommt ihr sogar immer näher ~

Anwar: Er ist ein Moslem. Er lebt in einer streng religiösen Familie, verhält sich aber ausgesprochen unreligiös. Er trinkt, gafft Mädchen nach und verstößt gegen weitere Regeln des Korans. Dennoch betet er fünf Mal am Tag und ist seiner Familie und seiner Herkunft treu. Diese Loyalität bringt uns zu Maxxie, seinem besten Freund.

Maxxie: Maxxie ist schwul. Moslems stehen Homosexualität aber nicht gerade freundlich gegenüber. Deswegen entstehen auch Spannungen zwischen den beiden, die sehr auf Kosten der Freundschaft fallen. Ansonsten ist Maxxie ein steppender, sehr fröhlicher Mensch, der mit allen gut klar kommt.

Wie man sieht ist dieser Freundeskreis prädestiniert einige Spannungen aufzubauen und den Zusammenhalt zu gefährden. Eingepackt in 9 Episoden erzählt die erste Staffel “Skins” eine Menge über die Charaktere in ihren eigenen kleinen Welten. Der Unterhaltungswert liegt stets auf hohem Niveau, nicht wenig Anteil haben die abstrakten Liebschaften á la Schüler liebt Lehrerin oder die Reise nach Russland, wo einiges Skurriles geschieht. Der Humor ist gut, die Storyentwicklung interessant und die Charaktere sympathisch. Ein rundes Ergebnis, das sich sehen lassen kann!

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