Shorter than ever: Riding Alone for Thousands of Miles

von Khitos

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Ein Vater, verstritten mit seinem Sohn, der im Krankenhaus liegt; die Ärzte diagnostizieren Krebs. Um die Verbindung zu seinem Sohn nicht ganz zu verlieren begibt sich der Vater auf eine lange Reise nach China, wo er ein traditionelles Opernstück filmen will, das der Sohn durch seine Krankheit nicht mehr bewerkstelligen konnte.
Die Handlung ist simpel gestrickt, wird ruhig erzählt und kommt auch ohne große Überraschungen in seinen 100 Minuten aus. Der Film stellt einen gewissen Grad an Mitgefühl voraus, denn schon am Anfang wird dramatischen Touch die Basis der Geschichte erzählt, wobei einfach noch die nötige Nähe zu den Menschen fehlt, um überhaupt etwas für sie zu verspüren. Bis dahin sind diese mir recht egal gewesen, was leider auch fast den ganzen Film über so geblieben ist. Das ist auch der Hauptgrund für meine Bewertung, die reichlich von anderen Meinungen abweicht. Andere negative Gründe wären da noch, dass die Szenen mit dem kleinen Jungen Yang-Yang zu offensichtlich sind. Yang-Yang soll einfach einen weiteren Fall symbolisieren, in der ein Vater keinen Kontakt mit seinem Sohn besitzt und genau deshalb schließt er, der Protagonist, in diese Richtung Verbindungen und versteht allmählich wie sein Verhältnis zu seinem Sohn in Wirklichkeit aussieht. “Nichts besonderes” hab ich an manchen Stellen gedacht. Mich hat der Film schon kalt gelassen, was mir fast schon Leid tut, denn “Riding Alone for Thousands of Miles” versucht es die Story gut zu erzählen, den Vater positiv und als Identifikationsfigur darzustellen und das Herz der Zuschauer wenigstens etwas zu beanspruchen. Überraschend ist auch, dass Yimou Zhang den Film kreiert hat; nach seinem wirklich gelungenem “House of Flying Daggers” hätte ich nicht mit so einem Film gerechnet. Es ist mit Sicherheit kein schlechter Film, deshalb gebe ich auch eine kleine Empfehlung, lediglich mein, womöglich von der vielen Kälte geholtes ( ;) ), nicht vorhandenes Mitgefühl verlassen mich dazu dem Film nur als recht durchschnittlich anzusehen.

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