Hairspray

von Khitos

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Musicals sind nach “Tanz der Vampire” und natürlich “Moulin Rouge” (“Chicago” nicht, der war grässlich) ein großer Bestandteil meiner Interessenliste, deswegen ist “Hairspray” ein must-see für mich gewesen, auch wenn ich befürchtete, dass dieser mit Fröhlichkeit überfüllte Film mir einfach ein Tick zu fröhlich sein würde. Egal, es wird gesungen, getanzt und es ist nicht ausgeschlossen gewesen, dass vielleicht doch etwas von dieser Fröhlichkeit auf mich abfärben könnte.
Neben dem Genre kann auch die Darstellerriege bei mir Punkte sammeln. Die völlig unbekannte Nikki Blonsky spielt die Protagonistin Tracy Turnblad, die unbedingt in der Cornie Collins Show mitwirken will. Nicht nur, dass sie wohl jedem unbekannt sein sollte, besitzt die Nikki nicht das übliche Erscheinungsbild für einen aufstrebenden Hollywoodstar. Aber wenn man America “Ugly Betty” Ferrera dazunimmt, dann weiß man, dass viel mehr hinter dem äußeren Schicht steckt. So kann Blonsky nicht nur mit ihrer Ausstrahlung, sondern auch mit ihrer Stimme punkten. Mir hat das erste Lied ‘Good Moring Baltimore’ gefallen ohne auch nur eine Sekunde etwas dagegen zu haben, obwohl natürlich die Sorge mitschwang, dass doch irgendwo im Gesang etwas nerviges, etwas unausstehliches erscheint – glücklicherweise ein Fehlalarm. Neben ihr kann man noch Christopher Walken als ihren Vater begeistert zusehen. Der Mann hat es einfach drauf! Er spielt immer hier und da kleine Rollen, manchmal verrückte und oft witzige, die ihn extrem sympathisch machen. Neben ihm gesellt sich seine Filmfrau, geboren als Junge, entwickelt zum Mann und kostümiert als Frau: John Travolta. Es ist genial wie die Maskenbildner seine Rolle Edna Turnblad hingezaubert haben und noch genialer ist Travoltas Art Edna zu spielen. Er ist mit Walken mit einer der interessantesten Figuren im ganzen Film gewesen, die wirklich Spaß gemacht haben. Eine andere Person, die ich sehr gut fand, war Amanda Bynes, die ich nach “She’s the Man” nicht so zuckersüß in Erinnerung hatte. Ich mochte ihre Kleider und ihre Frisur und auch wenn sie am Anfang noch als Zuschauer agierte kann sie zum Schluss auch noch etwas zum Gesangsensemble beitragen.

Die Dinge, die mir an “Hairspray” nicht gefallen haben, lässt sich eigentlich ganz leicht aufzählen. 1. Die Lieder. Sie sind halt nicht ganz mein Geschmack und konnten deswegen nur wenige Male überzeugen. 2. Queen Latifah. Ich gebe offen zu, dass ich etwas gegen diese Frau habe. In “Stranger than Fiction” fand und finde sie immernoch sehr unnötig und sonst kann sie bis dato in keinem Film überzeugen. In diesem Fall war es nicht ganz so schlimm, aber trotzdem war sie ein Dorn im Auge. 3. Das Thema der Rassentrennung. Schön und gut, dass sie auch wichtige, ernste Themen ansprechen, dies aber recht durchschaubar und viel zu undifferenziert präsentieren.

“Hairspray” ist aber dennoch ein buntes, fröhliches Musical, was trotz der strittigen Einstellung von pro-Haarspray, also der Verbreitung und Nutzung des Schadstoffes FCKW, ein schönes, Freude versprühendes Stück Filmchen ist.

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