Paprika

von Khitos

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Paprika, Paprika! Nach der amüsanten Geschichte des Zeitreisens eines jungen Mädchens folgt die unglaubliche Geschichte von Träumen, die keine Grenzen zu besitzen scheinen. Ich bin schon lange kein richtiger Otaku mehr, lese fast keine Mangas mehr, gucke selten Animes und beschäftige mich eher mit realen Filmen, doch ab und zu stößt aus heiterem Himmel ein Trailer eines Animes durch die Barrieren der Apple-Trailer-Seite. Ich mein, wtf?! Schon die ersten 10 Sekunden sind faszinierend – die Musik stimmt, der erste Blick in die erfinderischen Welten des Satoshi Kon ist fesselnd und lässt einen nicht mehr los. Der Rest des Trailers ist einfach nur atemberaubend. Originalität so weit der Trailer es erlaubt zu zeigen und diese verdammt gute Musik, die Grund genug war diese eine Minute mehrmals zu starten. Das Highlight ist aber das Zitat der New York Times: Evidence that Japanes Animateurs are reaching for the moon, while most of their American counterparts remain stuck in the kiddie sandbox. Wie wahr doch dieser Satz ist. Es ist unterstreicht einfach, dass die japanischen, sagen wir faireshalber die asiatischen, Mangaka oder Zeichentrickvisionäre den westlichen Mickey Mouses und Pop Eyes weit, WEIT voraus, wenn nicht schon auf und davon sind. Bestes Beispiel, um dies nochmals zu beweisen, ist die Erwähnung eines Mannes: Hayao Miyazaki.

Satoshi Kons Paprika kann in meinen Augen aber mit Leichtigkeit mit einem Miyazaki mithalten. Wenn man schon hört, dass der Anime über Träume handelt und man den Trailer gesehen hat, weiß man, dass einiges an Überraschendem und Unglaublichem auf einen zukommt. Dazu kommt, dass die Qualität der Zeichnungen auf dem aller höchstem Niveau sind, was die Reise in die Zeichentrickwelt ungemein erfreulicher und ansehnlicher gestaltet. Auch die Charaktere sind vom Äußeren als auch vom Inneren schön gezeichnet und können ohne Probleme bestehen. Es gibt natürlich auch eine Story, welche die Träume, die Existenz von Paprika, das zweite Ich von Dr.Chiba, erklärt und beinahe plausibel umhüllt. Am Anfang und auch in den nächsten Minuten ist Paprika aber leider etwas wirr und kann nicht konkret alles erklären, um das Verständnis der Träume und das, was dazu gehört, für den Zuschauer greifbar und nachvollziehbar zu machen. Das widerum ist aber nicht so schlimm, denn am Ende hat man auf jeden Fall raus was man gerade gesehen hat. Deswegen sollte man sich nicht allzu viel mit den detailreichen Fakten der Story beschäftigen, sondern viel lieber die, ich kann es nicht oft genug sagen, visuell faszinierenden Bilder genießen und sich von dem Ideenreichtum und dem Zusammenspiel von Musik und Bild leiten lassen. Und hier kommt man wieder auf die Musik! Der Score ist ein Genuss, ein perfektes Begleitstück der Bilder und kann den Anime um viel Atmosphäre bereichern. Hier dachte ich auch an die Matrix-Trilogie, wo der Score genauso unglaublich passend und unterstützend war.
Was soll/kann man noch über Paprika schreiben? Er hat mir wieder Lust auf Animes gegeben und ich werde auf jeden Fall Ausschau nach weiteren spektakulären Brillanten halten. Ich empfehle diesen Anime jedem Otaku, sodass er/sie ihn für lange Zeit in Erinnerung behält. Für mich ist er jedenfalls das Anime-Highlight der letzten Jahre.

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