National: Treasure

von Khitos

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Wenn man Mission Impossible, Indiana Jones und einen Witzbold mischt dann heißt das Resultat National Treasure. Nicolas Cage als Abenteurer und Liebhaber außergewöhnlicher Frisuren ist Ben Gates, ein Mann der sein Leben damit gewidmet hat (weltbedeutende) Schätze zu suchen. Zur Seite stehen ihm sein Assistent und der erwähnte Witzbold Riley Poole, gespielt von Justin Bartha, und die durch Zufall reingeratene schöne Abigail Chase, gespielt von Diane Kruger, die sich im Film als Deutsche outet und sogar auf Deutsch flucht. Sie finden Hinweise, lösen diese und werden mit noch mehr Hinweisen überschüttet ohne je ans Ziel zu kommen. Zu allem Übel kommt noch, dass Ian Howe(Sean Bean[Boromir!]) und seine Handlanger auch auf der Suche nach dem großen Schatz einer längst vergessenen Gemeinschaft von wichtigen bis mysteriösen Persönlichkeiten der Geschichte der Welt sind. Diese sind jedoch nicht ganz so helle wie die, die der Geschichte wohl gesonnen sind und müssen zu einfacheren Mitteln, Waffen per se, greifen, die ihre Wissenslücken stopft. So müssen Gates und Co. sich hüten, auch wenn sie nicht immer entkommen können…

National Treasure ist eine launige Angelegenheit, die sich anscheinend selbst nicht wirklich ernst nimmt, jedoch sehr stark an seine abenteurlichen Züge hängt und diese auch ausreichend in seinen schon etwas zu lang geratenen 130 Minuten auslebt. Als erstes kann man aber auch Assoziationen zu Mission Impossible ziehen. Sie wollen, um den nächsten Hinweis oder vielleicht schon die Lösung zu bekommen, die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten stehlen. Um das zu bewerkstelligen braucht man viel Computerhacking-Knowledge, zwei verschiedene Anzüge und einen Akku-Schrauber – eigentlich ganz einfach, oder? So hangelt sich Gates dann auch durch die eine oder andere gefährliche Situation und kommt doch sicher und heil am Ende heraus bis er sich wieder in Höhlen und Gräbern vorfindet und dem Ziel immer näher zu sein scheint. Es ist interessant diese geheimnisvollen Gemeinschaften á la Illuminaten und deren Machenschaften nachzuforschen oder wenigstens Leuten zuzusehen wie sie nachforschen. Neben dem Interesse das geweckt wird steigt auch immer mehr der Unterhaltungswert, der durch ein paar Gags zwischendurch steigt und National Treasure zu einem purem Unterhaltungskino macht. Riley Poole ist der Witzbold, der das dritte Rad beim Powertrio zu sein scheint und selbst nicht das nötige Wissen über die historischen Dinge aufweisen kann. Deshalb ist er umso stolzer und witziger als er in einer Szene einen Aspekt der Geschichte weiß, den Gates und Chase nicht bedacht oder nicht gekannt haben.
Neben dieser Unterhaltungsschicht verläuft aber noch eine weitere Linie, die sich mit der Unnötigkeit dieses Glaubens an die geheimen Gemeinschaften richtet. Vater Patrick Gates, gespielt von Jon Voight, macht klar, dass das Abenteuer und das damit verbundene Risiko einfach zu nichts führen könnte und es sinnlos ist dafür sein Leben zu opfern. Dieser rationale Teil ist zwar nur ein kleiner Bestandteil des Films, jedoch zeigt es, dass man auch an wichtige Dinge außerhalb all dem Abenteuer gedacht hat.
Insgesamt kann man National Treasure zum alltäglicher Abendfüllung benutzen und vollends genießen, wenn man sich denn auf solch ein Abenteuer einlassen will. Das nächste ist jedenfalls nicht mehr weit entfernt. Book of Secrets, welches im Januar 08 in D startet, gewährt Gates und Co. nochmals in Abenteuermanier Schätze zu entdecken. Das werde ich mir denke ich nicht entgehen lassen.

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