
Die Antwort auf die Frage ist ziemlich einfach, wenn man sich Lars ansieht, den Protagonisten im aktuellsten Film mit der schrägsten Prämisse der letzten Wochen. Ryan Gosling spielt diesen entzückend schüchternden, etwas zurückgebliebenen, höflichen Mann, der es leider nicht schafft soziale Kontakte aufrecht zu erhalten oder zumindest zu knüpfen. Ich kenne Gosling bisher nur aus Fracture, dort hat er mir eigentlich ganz gut gefallen als selbstsicherer Junganwalt. Hier steht er nicht vor einem schwer zu knackenden Fall namens Anthony Hopkins, hier muss er sich alleine durch den Dschungel der Gesellschaft durchschlagen bis…er von Gummipuppen hört. Bianca heißt seine neue Freundin, die er auch sogleich seinem Bruder und dessen Frau vorstellt. Lars ist ein veränderter Mensch, er traut sich mehr, geht auf Parties, ist unter Menschen. Mit Bianca. Die Menschen in dem kleinen Dorf machen mit, denn was wäre wenn so eine psychisch labile Person wie Lars seine neue Freundin vor einer intoleranten Masse Menschen vorfinden muss, die ihn zwar lieben, aber das, was er tut, nicht immer gutheißen können? So ists auch besser, denn wirklich alle machen mit, Bianca wird zum Teil der Gesellschaft.
Ich weiß auch nicht, Lars and the Real Girl hat etwas, besonders durch Gosling, der seine Rolle sehr überzeugend spielt, doch das Gesamtbild stört mich einfach etwas. Es ist klar, dass Lars mental krank ist und sich durch Bianca weiterentwickelt, diese Geschichte wird auch gut erzählt, aber auch nicht besser. Es ist ein ruhiger Film, mehr Drama als Komödie, der gute Aspekte aufweist, doch im Großen und Ganzen etwas enttäuscht.
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