…läuft.

von Khitos

David Schwimmer oder besser bekannt als Ross Geller aus der Hit-Sitcom Friends ist Regisseur dieses doch sehr bodenständigen Werkes, welches den kauzigen, kleinen – dicken?! – Simon Pegg zum Hauptakteur hat. Überrascht hat mich, dass Schwimmer überhaupt auch mal hinter die Kamera getreten ist, schon zu Friends Zeiten hat er ein paar Episoden dirigiert. Es hat mich positiv überrascht, da er mit Run, Fatboy, Run ein anständiges Regiedebut hinlegt, welches mit reichlich Witz und und Pegg punkten kann. Pegg, der mich eher durch Hot Fuzz und Shaun of the Dead interessiert hat, macht hier leider einen Schritt zurück und verfällt dem normalen, stringenten Ablauf einer etwas über dem Durchschnitt bewegenden Komödie, was RFR leider am Ende auch ist. Es gibt eigentlich keine Überraschungen in der Handlung und auch die Charaktere sind schon irgendwie bekannt, was aber durch Pegg und Co mit Sympathie wieder wett gemacht wird. Zum Beispiel gibt es dort wieder einen obligatorischen Inder, der seine Klischees natürlich zu jeder Zeit erfüllen muss. Dieser Nachbar ist einer der nervigen Charaktere, die dem Film eher schaden, alsdass es witzig wäre zum X-ten mal einen wütenden bzw. überglücklichen Inder zu sehen, der einerseits dem hilflosen Pegg wegen Miete an die Gurgel geht und andererseits am Ende doch den nette Helfer darstellt. Ein im Positiven zu erwähnenden Charakter wäre für mich der Bruder von Peggs Fast-Frau ( Bin zu faul, um die Namen nachzuschlagen ;) ). Dieser bringt durch seine sehr skurrile Art und Weise sehr viel Witz in das Geschehen, auch wenn ich sein Hinterteil nicht direkt so entblößt hätte sehen müssen.
Desweiteren gelingt es dem Film zum Schluss des Marathons sogar richtig an Spannung und Intensität zu sammeln, sodass diese Momente des inneren Kampfes und des resultierenden Willens nach Glück doch noch beeindrucken konnten. Über das Product Placement brauch ich glaube ich nicht zu sprechen…

Imho: Run, Fatboy, Run ist eine nette Komödie, die durch Pegg und Co aufgewertet, durch Klischees abgewertet und durch Witz und Charme doch noch die Kurve kriegt. Dennoch hätte mir eine nicht so geradliniege Handlung besser gefallen…Schwimmer hat trotzdem gute Arbeit geleistet.

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