How I Met Your Mother – Season 1

von Khitos

Suit up!

How I Met Your Mother - Schöner Titel einer Serie, die sich endlos erstrecken könnte, wenn sie wollte. Und so scheint es auch halbwegs zu sein, da es jetzt schon drei Staffeln dieser Serie gedreht wurden und ich vermute mal: Die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt. Ich bin zur Zeit mitten in der zweiten Staffel und werde höchstwahrscheinlich weiter und weiter gucken. 1. Grund: Die Serie 2. Grund: Andere Serien kommen erst wieder im Herbst…Ergo: Die dritte Lückenfüllerserie nach Chuck und TTSCC.

Aber was schreibe ich von Serie, es ist ja eigentlich eine Sitcom, vergleichsweise wie die andere Sitcom The Big Bang Theory, die ich zur Zeit genüsslich verfolge. So muss ich aber auch sagen, dass TBBT um einiges unterhaltsamer ist als HIMYM – in der ersten Staffel jedenfalls. Zum einen ist der Humor ein kritischer Faktor, der HIMYM in die Knie zwingt. Anfänglich lernt man erstmal die Charaktere kennen und so langsam kommt man in den Humor herein: Quasi-Realistischer Humor, der nicht überspitzt daher kommt, sondern immer irgendwie auf dem Boden bleibt. Und hier liegt meine leichte Abneigung gegenüber dem Humor dieser Sitcom. Ich empfinde es irgendwie als trocken, leicht und sogar vorhersehbar. Ganz im Gegenteil ist deshalb TBBT, welches mich mit Nerdgelaber und überspitzt genialen Dialogen zum Lachen bringt.
Ein weiterer negativer Punkt ist der Charakter des Ted Mosby. Ja, der Protagonist geht mir auf die Nerven. Zu Beginn kam mir seine Art noch sympathisch rüber, doch mit der Zeit ging es ins nervige über. Grund dafür ist auch sein ständiges Gequassel über die Liebe seines Lebens. Innerhalb drei Episoden hat er drei neue Liebschaften und denkt, dass das was werden kann. Und dann ist da auch noch Robin, sein erstes love interest, welches auch immer hin und her und hin und her ging. BAH! Nervnerv. So war auch Episode 18 Nothing Good Happens After 2 AM Tiefpunkt der ersten Staffel, weil ich es einfach nicht mehr ertragen konnte. Na wenigstens hat er es dann endlich, endlich geschafft sie zu bekommen. Ruhe…

Es gibt glücklicherweise auch sehr schöne positive Seiten von HIMYM. Es war eine schöne Überraschung mal wieder Alyson Hannigan zu sehen, die gleich zwei tolle Charaktere mitbringt: Marshall Eriksen und Barney Stinson. Die beiden sind wohl das Highlight der Sitcom für mich. Marshall, der wunderbar von Jason Segel gespielt wird, ist einfach herrlich sympathisch und hat in mir den Drang erweckt unbedingt Forgetting Sarah Marshall zu sehen. Gut, ich muss Marshall etwas zurückstufen, denn der Charakter Nr. 1 für mich ist und bleibt Barney Stinson. Suit up! Geil, geil, geil. Neil Patrick Harris. Seine Sprüche sind das Highlight jeder Folge. So ist auch Episode 15 Game Night mit ihm und seinem Geheimnis, wie er zu seinem Charakter gekommen ist, die beste in Staffel 1 gewesen. Besonders witzig ist auch sein immernoch seine mysteriöse Art, da er einfach niemanden sagt, was er eigentlich beruflich macht. Oh Please ist seine Antwort für alle, die dies wissen wollen. Ich möchte es immernoch wissen! :) Und auch wenn seine High Fives an Todd aus Scrubs erinnern ( welcher btw ungeschlagen in Sachen High Fives ist ) entwickelt Barney doch einen eigenständiger Charme, sodass es nicht ganz so schlimm ist.

Imho: So ist die erste Staffel von How I Met Your Mother einerseits nervig, andererseits aber auch glücklicherweise noch witzig genug, um ein akzeptables Niveau zu halten. Staffel 2 fängt diesbezüglich viel besser an. Neil Patrick Harris rettet die Sitcom. Leider nicht le-gen-da-ry (!), aber gut.

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