My Name Is Earl – Season 1

von Khitos


Hey Earl~
Hey Crabman~

Karma. Ying und Yang. Verrichte Gutes und dir widerfährt Gutes. Stehle, raube und sei ein Krimineller, dann widerfährt dir nur Schlechtes. Earl ist genau so ein Krimineller, der vor Jubel über ein Rubbellos im Wert von 100000$ auf die Straße stolpert und von einem Wagen überfahren wird. Das Rubbellos fliegt weg und er kann sich nur noch im Krankenbett darüber aufregen. Karma. Das ist es, was Earl ab jetzt ausmacht. Er will sein Leben verändern, damit ihm so etwas nie wieder widerfährt. Er möchte einfach ein besserer Mensch werden. Aus diesem Grund erstellt er eine Liste aller Dinge, die er in seiner Vergangenheit verübt hat und will diese wieder richten. Wie gelegen kommt da gerade ein kürzlich verlorenes Rubbellos entgegengeflogen? Karma.

Es ist nicht gerade eine komplexe Grundlage, die Gregory Thomas Garcia hier für My Name Is Earl hatte. Eine einfache philosophische Lebensweise, der man folgen kann oder auch nicht. Stets im Hintergrund gibt es aber immer etwas, dass ein Gleichgewicht schafft – Karma. Erst in Episode 16 The Professor zeigt sich Karma direkt in Form von Frisbees, die mysteriöserweise auf Earls Kopf zielen und Bienen, die ihn hier und da im Gesicht pieksen. Ansonsten bleibt Karma etwas ruhig im Verborgenen, aber stets für Earl und Co. präsent.
Es gibt 24 Folgen in der ersten Staffel und jede beinhaltet eine andere Übeltat, die Earl in seiner Vergangenheit getan hat. So bleibt es stets erfrischend und ausgefallen ohne immer und immer wieder auf eine Sache herumzutrampeln. Da es schon drei Staffeln ( die vierte folgt im Herbst ) gibt, kann man sich auf viele, viele kuriose Taten gefasst machen, die Earl angestellt hat und auf sympathischte Art und Weise versucht wieder gut zu machen. Allein der Schauplatz und die Charaktere bleiben in der ersten Staffel bisher immer gleich.

Wer ist eigentlich Earl? Jason Lee, den ich schon in Dreamcatcher richtig mochte, spielt hier diesen sehr sympathischen Loser mit Schnauzbart und zerzauster Frisur. Im Grunde ist er ein guter Mensch, der sich nach den Regeln Karmas richten möchte und an diese fest glaubt. Zu Recht, wie verschiedene positive ‘Zufälle’ beweisen. Durch diese lernt er auch vieles über das Leben und wie groß sein Einfluss seiner Taten auf andere Menschen war. An seiner Seite ist sein dümmlicher Bruder Randy, der auch auf eine liebenswerte Art von Ethan Suplee gespielt wird. Es gibt einfach viele witzige Charaktere in My Name Is Earl. Zum Beispiel Darnell Turner ( Eddie Steeples ), besser bekannt als Crabman, der so verpeilte Videospiel-Freak mit großem Herz und Güte. Seine Ehefrau, die eigentlich früher Earls Frau war, ist auf der anderen Seite ziemlich aufgedreht und geldgierig. Joy Pressly spielt diese Rolle aber auch vorzüglich und kann den Wohnwagen-Charme entsprechend rüberbringen. Insgesamt kann man einfach alle Charaktere als liebenswert bezeichnen – schön überzogene Charakterzüge, aber immer sympathisch. Achja, Giovanni Ribisi bekommt auch seinen Auftritt in Form von Ralph Mariano, der chronisch klauende Kleptomane mit Zug zu schnellem Geld. Ein herrlich verrückter Charakter, der nicht davor zurückschreckt für einen Coup seinen kleinen Zeh abzuschneiden.

Imho: Eine sehr witzige und sympathische einfache Serie mit viel Herz und aufrichtigem, philosophischen Grundgedanken.

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