Stephen King – The Shining

von Khitos

Wer meine überaus kranke ‘Review’ über Kubricks The Shining gelesen hat weiß, dass ich sehr, sehr begeistert vom Film gewesen bin. Deshalb musste ich als Stephen King Fan unbedingt noch das Buch dazu lesen. Gesagt, getan. In – für meine Verhältnisse – Rekordzeit habe ich heute nun das Buch zu Ende gelesen und kann guten Gewissens gerade ein Meisterwerk beendet zu haben, dieses wieder ins Regal stellen.
Stephen King ist schon lange einer meiner Lieblingsautoren mein Lieblingsautor und konnte mich immer und immer wieder durch seine Geschichten fesseln. Mit The Shining ist ein Klassiker dabei gewesen, bei dem ich zuerst den Film und den TV-Dreiteiler gesehen habe. Diese Reihenfolge ist sehr ausschlaggebend gewesen, wie ich zu dem Werk am Ende stehe. Durch das Wissen über die Filme hatte ich eigentlich schon die komplette Geschichte noch im Kopf und wusste was als nächstes passiert und sogar am Ende geschieht. Dies hat sich aber keineswegs negativ ausgewirkt. Aufgrund dieser Grundlage konnte ich vieles im Buch mit den Filmen vergleichen. Festzustellen ist, dass sich der TV-Dreiteiler, der – glaube ich – den Titel Overlook Hotel trug, viel mehr an die Buchvorlage hielt als Kubricks Version, die sich in noch viel dunklere Ecken getraut hat. Es gibt immer wieder Informationen, die im Buch vorkamen und in Kubricks Version einen großen Teil einnehmen und viel mehr an Bedeutung gewinnen, wenn man sie in Verbindung mit dem Buch bringt. So zum Beispiel die Zwillinge im Film, die ich unglaublich gruselig fand. Das waren gerade die Töchter vom letzten Hausmeister des Overlooks. Es sind viele kleine Dinge, die einen ins Auge springen, die Kubrick verändert hat und so zu seiner eigenen Version der Geschichte verwandelt worden sind. Eine wunderbare Seite, die ich auch schon in meiner ‘Review’ erwähnt hab, gibt weitere Unterschiede von Film und Buch her, die wirklich interessant sind.

So genial der Film ist, so genial ist auch das Buch, die Vorlage für alles. Stephen King ist einfach ein Meister seines Fachs und kann einfach unglaublich gut erzählen, besonders solche mit Terror überfluteten Geschichten. Ich habe oft abends gelesen und konnte mich nicht zurückhalten als zum Beispiel die tote Frau in Zimmer 217 vorkam. Wohl einer der gruseligsten Passagen im Buch, und das sind nicht wenige! Der Effekt, die Wirkung, dieser Terror, dieser Horror. Ein Gefühl, das man noch lange in Erinnerung behält. So etwas schafft nicht jedes Buch. Genauso interessant waren auch weitere Informationen zur Geschichte der Charaktere. Man erfährt so viel mehr über die Menschen selbst. So zum Beispiel die komplette Hintergrundgeschichte, wie die Torrences eigentlich zu dem Hotel kamen. George Hatfield, der Junge, den Jack verprügelt hat und der in den Filmen nicht vorkam. Viele Dinge, die dieses Werk nur noch grandioser machen, da es gleichzeitig eine viel tiefer gehende Geschichte erzählt als die Filme.
Ich könnte wohl noch so viel über die Unterschiede von Buch zu Film schreiben, aber das tut hier eigentlich nichts zur Sache. Es geht ja nur um das Buch. Und das ist einfach phänomenal geschrieben, von einem Mann, der weiß, wie man Terror in Worte bannt.

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