I want to fuck this movie with a cock ring, on top of a fast-moving train.

von Khitos

Dass die Russen nicht nur Vodga trinken können hat Timur Bekmambetov schon längst mit seiner bald endenden Wächter-Trilogie gezeigt. Night und Day Watch sind fantastische Fantasyfilmchen, die optisch einiges zu bieten haben und auch ungemein unterhaltsam sind. Bevor nun das noch in der Produktion steckende Twilight Watch herauskommt bietet Bemambetov den Zuschauern sein Hollywood Debut an, welches sich bezüglich der Optik und Action nicht verstecken braucht. Natürlich ist hier von Wanted die Rede. Ein gewaltverherrlichendes Stück Filmchen, gewürzt mit scharfem Jolie-Pfeffer, versehen mit mindpiercing Actionsequenzen und ausgestattet mit Bullettime en masse. Dass das alles den Actionfan erfreut dürfte klar sein. Storymäßig darf man da – wie immer – nicht viel erwarten.

Nine Inch Nails Every Day Is Exactly The Same ist wohl das Lied, das Wesley Gibsons ( James McAvoy ) Leben am besten beschreibt. Jeden Tag übt er den öden Schreibtischjob im Großraumbüro aus und wird tagtäglich mit dem konfrontiert was ihm am meisten stört: Wofür lebt er eigentlich? Seine Freundin schläft mit seinem besten Freund, seine Chefin bemängelt alles an ihm und sonst gibt es keinerlei Highlights in seinem Leben. Schlagartig ändert sich der triste Alltagstrott als Fox ( Jolie ) in sein Leben tritt und ihm klar macht, dass es eine Brüderschaft gibt, die Auftragsmorde aus einem Webstuhl herbekommt und diese für das Gleichgewicht der Welt ausführt. Kill one, save thousands.

Wanted hat mir schon seit dem Trailer gefallen. Bullettime gepaart mit geiler Action? Immer her damit. Doch Bekmambetov treibt es noch viel weiter und erhält für den Film die ‘ab 18′ Freigabe. Sehr berechtigt, wenn man sich die vielen explodierenden Köpfe ansieht und das viele Blut, mal von Wesley bei seiner ‘Einführung’ in die Brüderschaft, mal von denen, die vom Webstuhl ausgespuckt werden. Des Weiteren hat mir die Idee mit den kurvenreichen Kugeln gefallen. Curve the bullet, oh yeah!
Ansonsten kennt man einige Effekte schon aus der Wächter-Reihe und auch der rote Wagen wurde nochmals stilvoll zum Einsatz gebracht. Witzig ist auch, dass Anton ( Konstantin Khabensky ) eine kleine Rolle in Bekmambetovs Hollywood Debut erhält. Nur schade, dass er so sinnlos sterben muss.
Was noch? Achja, der Twist am Ende ist nicht gerade mindfuck-mäßig stark, aber so wichtig ist dieser auch wieder nicht. Genauso wie das Einschalten des Gehirns. Wanted will nichts weltbewegendes sein, ist es ja auch nicht, eher ein sehr unterhaltsamer (Männer)Film, der das Tempo hochhält, die Kugeln kurven  und die Köpfe platzen lässt.

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