Veni, Vidi, Vici

von Khitos

People should not be afraid of their governments. Governments should be afraid of their people. Worte, die von der britischen, totalitären Regierung im Jahre 2020 nicht gern gehört werden. Subversive Gedanken, Revolution, Anarchie, bevorstehende Freiheit. Für das Letztere kämpft der Einzelgänger V ( Hugo Weaving ), ein Mann maskiert als Guy Fawkes, katholischer Terrorist, der am 5. November 1605 das Parlament Englands zerstören wollte. Angelehnt und inspiriert an dessen Gunpowder Plot nimmt sich V vor die jetztige Regierung zu stürzen und ein Zeichen zu setzen.

A building is a symbol, as is the act of destroying it. Symbols are given power by people. A symbol, in and of itself is powerless, but with enough people behind it, blowing up a building can change the world.

James McTeigue, der sich bisher stets als assistant director im Hintergrund aufhielt, zeigt mit V for Vendetta, dass er das Zeug dazu hat seinen eigenen Film zu drehen. Inszenierung und Erzählung sind einwandfrei und werden dahingehend mit überaus atmosphärisch dunklen Bildern Englands unterstützt. Für das Drehbuch waren die für die Matrix-Reihe bekannten Wachowski Brüder zuständig, die ihre Unterschrift bemerkbar machen, dies aber in einem dezenten Rahmen halten.
V for Vendetta ist ein feiner sozialkritischer Film, der es sich zu Aufgabe macht nur so mit Symbolen umsichzuwerfen. Er wirft kritische Fragen auf und verwendet deutlich Bilder, die den Konzentrationslagern im Dritten Reich ähneln. Zugleich benutzt er diese Anspielungen aber nicht nur als Mittel zum Zweck, sondern füllt bestimmte Sequenzen mit viel Bedeutung. Genauso wird V mit bedeutungsvollen Charakteristika, sei es durch die vielen wichtigen Dialoge oder der Idee, die er repräsentiert, aufgeladen.

Beneath this mask there is more than flesh. Beneath this mask there is an idea, Mr. Creedy, and ideas are bulletproof.

Den Comic kenne ich leider nicht, doch nach mehreren Informationsquellen zu Folge haben sich die Macher nah an der Vorlage gehalten, obgleich die Intention von V nicht Freiheit, sondern ursprünglich Anarchie gewesen ist. Der Weg dorthin ist – im Rahmen des Films – der gleiche. Ich muss zugeben, dass ich zwischenzeitlich nicht immer wusste, was gerade genau los ist, doch spätestens mit Beginn des Abspanns findet man sich vereint wieder, nimmt die Wirkung des Films wahr und kann die visuell und inhaltlich anspruchsvollen zwei Stunden sacken lassen.

I promise you it will be like nothing you have ever seen.

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