Babylon adé

von Khitos

Es ist eigentlich schon klar gewesen: Coca Cola dominiert und gewinnt die Getränke-Schlacht gegen Pepsi. Schöne Coke-Zeichen auf Wolkenkratzern New Yorks und das Coca Cola ( Zero – bah! ) Flugzeug dazu. Wir sind in der Zukunft, maximal 30 Jahre vom jetzigen Tag entfernt, und es wird eine Geschichte erzählt, eine Geschichte um eine Frau namens Aurora ( Mélanie Thierry ), die mehr in sich trägt, als Rüpel Toorop ( Vin Diesel ) zu ahnen vermag. Letzterer hat nämlich die Mission sie heile vom Endzeit ähnelnden Asien nach New York zu bringen und erfährt auf der Reise, dass Aurora Zwillinge in sich trägt, die weitaus mehr sind als das Resultat des Geschlechtsverkehrs, welcher im Übrigen nicht einmal stattfand. Oh Wunder, oh Wunder.

Vin Diesel hat die Hauptrolle als Superkiller in Hitman abgeschlagen, nur, um in Babylon A.D. mitzuspielen. Bad move Diesel. Nicht nur, dass er wahrscheinlich als Hitman auch nicht gerade hätte überzeugen können, stolpert er in einen weiteren schlechten Film, den nicht einmal Regisseur Mathieu Kassovitz ( Gothika ) zufrieden stellt, da ihm die Produzenten beim Dreh ständig die Hände verbunden haben. Keine guten Voraussetzungen. Da kann nicht einmal Gérard Depardieu und seine komische Maske als Auftraggeber Gorsky etwas herausreißen. Vielleicht kann ja Kassovitzs wahre Vision vom Film auf der DVD begutachtet werden, bis dahin muss man aber mit einem – zugegeben – optisch passablen, aber ansonsten schlechten Film leben.

Es gibt einige Sequenzen in denen Babylon A.D. etwas hergibt. Es sind Szenen im Hochglanz-New York, welches wirklich futuristisch gut aussieht, und manche Actioneinlagen, die überraschenderweise gar nicht mal so oft anzutreffen sind. Das ist aber viel zu wenig, um wirklich unterhaltend zu sein. Wenig Spaß hatte wohl auch Vin Diesel, der sich lustlos von Szene zu Szene hangelt und seine übliche Show abzieht. Thierry hingegen bietet das Gegenteil von Diesel und schreit erstmal den halben Film lang nur herum – jedenfalls kommt einem das so vor. Michelle Yeoh kann da auch nicht viel retten, da sie als unwichtige Nebenrolle stark untergeht.
Unterm Strich hat Babylon A.D. einfach zu wenig zu bieten, von der Story angefangen bishin zu den Schauspielern. Schade eigentlich, der Trailer sah ganz ok aus und das Filmposter ist wirklich gelungen. Nichtsdestotrotz: Skip it!

_____[ * ½ . . . ]_____

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