Do step from the vehicle

von Khitos

transporterWenn ich eines hasse, dann ist es konstruierte, emotionslose, mich anwiedernde Liebe, umfunktioniert als kleiner (Sex-Appeal-)Antrieb eines doch so antriebslosen Films. So groß und erhaben der Name des Regisseurs Olivier Megaton auch ist, sein Beitrag zur Transporter Reihe ist nicht ansatzweise so cool wie sein eigener Nachname. Trotz Unterstützung von Luc Besson verkommt der am Anfang doch richtig spaßige Transporter zu einem falschen Elch, der seine Hörner zur weiblichen Befriedigung zur Schau stellt, seine Regeln bricht und seinen Audi versenkt. Jason Statham, in einer Rolle, die mir lange nicht mehr so sympathisch ist wie im Original, begnügt sich mit uninspierierter Actionkost, die nur nochmals seine Vorgänger aufwärmt und die Zuschauer zu Tisch bittet. Hoffnungsschimmer für den Guy Ritchie Kumpanen ist Crank 2, in dem er – dem Trailer anzusehen – völlig aufgeht und die Sau rauslassen kann. So möchte ich ihn sehen, oder wenigstens wieder wie im Original-Transporter; fein, charmanter als jetzt und seiner Rolle treu. Dass Transporter 3 an den Kinos ankommen wird ist aber wohl nicht zu bestreiten, eine Menge Typis wollen ihn sehen, wollen den schräg-durch-zwei-Laster-fahren-Stunt  bewundern oder einfach nur den schönen Audi anhimmeln, der – die Firma wird dankbar sein – konsequent das Markenzeichen des Transporters darstellt und dem er bis zum Tode Treue geschworen hat. Achja, die Story ist egal, vergleichbar mit Hitman wird Robert Knepper vergeudet und Natalya Rudakova verliert ganz und gar gegen Olga Kurylenko. In diesem Sinne: Einsteigen, anschnallen, weit, weit weg fahren, weg von Transporter 3.

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