Clash Of The Titans – Release The Best Quote Of The Year!

von Khitos

Clash of the Titans hört sich nach einem schmackhaften Film an. Götter, Halbgötter, Menschen und ein sehr netter Trailer, der gerade das aufzeigt, was man sehen möchte: Kampf zwischen allen Beteiligten. Der Trailer von Clash of the Titans gehört auf jeden Fall zu den ansehnlichsten der letzten Zeit, nur leider zeigt er auch schon die besten Szenen. Dennoch lohnt sich ein Blick in die Welt der Götter, aber nur, wenn man sich mit dieser griechischen Mythologie anfreunden kann, nicht gleich die Augen verdreht, wenn die Dialoge – dem Film zwar entsprechend – nicht so ausgereift sind und die Akteure nicht gerade Oscarmaterial sind, aber – wie eigentlich alles – halt in seiner Form, in seinem Wesen stimmig ist. Der Makel liegt in der gesamten Qualität, dieser ist halt etwas durchschnittlich.

Es stimmt einiges im Film, es passt auch außerhalb. Louis Terrier ist am Werk, dessen bisherigen Filme auch nocht nicht übermäßig an Qualität besaßen, aber stets einen unterhaltsamen Faktor aufweisen können. So zum Beispiel die ersten beiden Transporter Teile und entgegen allen anderen Meinungen, ja, auch The Incredible Hulk. Unleashed (aka Danny The Dog) ist dann noch ein Film von ihm, der aufzeigt, dass Terrier irgendwie etwas flipfloppt zwischen verschiedenen Filmbereichen. Was gleich bleibt: Die Action. Die darf auf keinen Fall fehlen. So auch nicht in Clash of the Titans. Denn darauf ist so ein Film wie dieser konzipiert. Die unglaublich durchdachte, intelligente Handlung muss da halt zurücktreten: Zeus ist angepisst, die Menschen sind angepisst, der Kampf kann beginnen.

Der kleine Liebling Hollywoods Sam Worthington ist wieder mit dabei, so auch seine verblendetes, kindliches Grinsen, aber auch seine unglaublich ausdrucksstarke Interpretation eines ehrenvollen Kriegers. Die hölzernen Sprüche passen jedenfalls zu ihm. Erstaunlich ist nebenbei eher, dass einiges an bekannten Gesichtern zu finden ist. Vielleicht haben sie sich auch gedacht, dass sich doch der Film insgesamt wunderbar anhört. Zu nennen ist jedenfalls Liam Neeson (Zeus), Ralph Fiennes (Hades), Gemma Arterton (Io), Mads Mikkelsen (Draco) und zuletzt die Skins Stars Nicholas Hoult und Kaya Scodelario. Ersteres altbekanntes Skins Mitglied hat leider eine so verblödete Rolle bekommen, so oft wie er seine verwirrt, zurückgebliebene Mimik zur Schau stellte. Scodelario hingegen hat ihre 10 Sekunden Leinwandzeit genutzt, wenn man denn 10 Sekunden Leinwandzeit ,,nutzen” kann. Nichtsdestotrotz ist es interessant gewesen, gerade diese Gesichter in diesem Film zu sehen, wobei ich auch zuletzt Mikkelsen in Dänische Delikatessen gesehen habe, so der Unterschied doch sehr gravierend ist.

Kommen wir zum meistzitiertesten oder als einziges zitierte Zitat dieses Films: Release the Kraken! Diese drei Worte sind mit Abstand das beste im Skript von Clash of the Titans, auch wenn ich mir etwas mehr Ausdrucksstärke beim Aussprechen dessen von Zeus gewünscht hätte. Seis drum, diese drei Worte leiten ein Monster ein, das, ich muss zugeben, wirklich eines der Monster ist, welche in den letzten Jahren so herausstechen können aus der Masse von kleinen bis mittelgroßen Viechern. Das Krakelein ist verdammt riesig und dank seines berechtigt auf eine Klimax hinauslaufenden Aufbaus seiner Ungeheuerlichkeit (seit dem Anfang des Films wird darüber geredet) eines der Monster, die mir in Erinnerung bleiben werden. Weitergeleitet auf die Action kann man den Film weiter loben. Jedenfalls ist mir in Nachhinein nicht wirklich was aufgefallen, dass mich gestört hätte, auch wenn einige die schnellen Schnitte mal wieder kritisieren. Das, was wirklich ins Auge sticht, ist eher die miese CGI, die hier an den Tag gebracht wird. Denn diese ist besonders bei den Skorpion ähnlichen Wesen etwas zu billig geraten.

Weiterhin lob ich den Film besonders wegen seiner doch sehr ansehnlichen Aufnahmen. Die Kamera fängt viele schöne Bilder ein, die, zwar vielen anderen Filmen ähnelnd, aber dennoch einfach gern anzusehen sind. Wenn ich so den Text verfasse, merke ich selbst, dass der Film mir in punkto Bewertung doch mehr gefiel, als ich ihm eigentlich zurechnen wollte. Die Makel sind natürlich vorhanden. Besonders stört mich, wenn man noch kleine Liebesgeschichten oder Andeutungen derer einbringt, die einfach unnötig sind. Des Weiteren ist natürlich das Skript besonders schlecht ausgefallen, was den Handlungsverlauf beeinträchtigt und auch die Dialoge, die nicht von den besten Poeten stammen. Das macht aber nichts. Louis Terrier hat wieder einmal einen unterhaltsamen Film geschaffen, der für sich gesehen unterhalten kann, mit einigen eye candys versehen ist (Gemma, Kaya und Alexa Davalos als Andromeda) und wer wirklich nicht gleich aus dem Kino flieht, nur, weil Zeus so verdammt schön grell und ungewollt komisch leuchtet, dem kann ich den Film empfehlen. Anderen, aber auch.

__________[ 5,5/10 ]__________

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