Shorter Than Ever #7: A Perfect Getaway for Trick ‘r Treat

von Khitos

A Perfect Getaway handelt von Sydney (Milla Jovovich) und Cliff (Steve Zahn), frisch verheiratet und auf ihrer Hochzeitsreise in Hawaii auf Entdeckungstour. Bei ihnen ist alles in Ordnung, nur trübt die Nachricht eines Mordes in der Nähe ihres Standortes die Stimmung, besonders weil sie gerade auf sehr viele suspekte Gestalten antreffen, wo jeder der mutmaßliche Täter sein könnte. Mehr sollte man nicht verraten, um den Spaß nicht durch weitere Einzelheiten zu verderben. Denn gerade die Ungewissheit des Publikums ist das womit Regisseur David Twohy (Pitch Black, Riddick) spielt. Er bestückt die Geschichte vorsätzlich mit vielen red herrings, zu der gleichen Zeit in denen die Charaktere selbst über erzählerische Gimmicks in Filmen diskutieren. Neben der netten Spielerei mit dem Zuschauer ist auch die Optik, der Style des Film sehr ansehnlich, sehr experimentell, als ob Twohy einfach mal alles an rasanten Schnittideen ausprobieren und nebenbei Hawaii von seiner schönsten Seite zeigen wollte. In diesem schönen Bildern befinden sich auch die Schauspieler, die ihre Arbeit wirlich gut machen und dazu überzeugend sind, was mich bei Steve Zahn etwas gewundert hat. Herausstechen kann besonders Timothy Olyphant, der mir immer sympathischer wird mit seiner Darstellung eines fucking american jedi, wunderbar charmant, witzig und doch bedrohlich ist. A Perfect Getaway ist ein spaßiger Suspensethriller, der in einem perfekten Tempo erzählt wird, mit einem Ende aufwarten kann, den ich persönlich nicht vorhergesehen hatte – was schon allein deswegen für den Film spricht! -, der aber auch etwas gewollt konstruiert rüberkommt, dennoch seinen Zweck erfüllt. Wenn man sich darauf einlassen kann, dass der Film einfach ein Wer-ist-der-Mörder Szenario abspult und mal etwas Pepp in dieses lustlose Genre reinbringt, dann kann man viel Spaß mit diesem Film haben.

__________[ 7/10 ]__________

All Hallow’s Even, hauptsächlich als Halloween bekannt, ist seit neuestem mit der Veröffentlichung des aktuellsten Saw-Teils behaftet, kann unter Umständen aber auch den Gedanken an Verkleidungen, Kostüme, Süßes und Saures erwecken. So bleibt auch Trick ‘r Treat in seiner eigenen Welt, nämlich der Ein-Tag-Welt Halloween, wo wirklich alles Gruselige – von Werwölfen, Zombies, Mördern bis hin zu kleinen Kindern – aus der dunklen Ecke heraustreten kann und im schimmernden Mondlicht zeigen kann, warum es so bezeichnend für diesen einen Tag sind. Beeindruckend an Trick ‘r Treat ist zunächst das Artwork, denn im Grunde befindet man sich bei diesem Film in einem Comic, einem ganz ansehnlich gezeichnetem. Genau so wie die Coverfigur Sam, ist auch die Erzählweise des Films anders, besonders. Das widerum kann nicht darüber hinweghelfen, dass Trick ‘r Treat wenig zu bieten hat, außer den Krams, den man halt an Halloween erwarten würde, von der Story bis hin zur Optik. Trick ‘r Treat ist Halloween. Insich genommen ist das eine gute Sache, gut durchgezogen, nett ausgeschmückt und wirklich nett. Stellenweise langweilt das Ganze aber auch, die kleinen Twists sind nur ein Lächeln wert und am Ende könnte man es als Kinderquatsch bezeichnen und ganz fix wieder vergessen. An Halloween-Fans empfohlen, anderen, bedingt.

__________[ 5/10 ]__________