Lie To Me – Season 2

von Khitos

Eigentlich für mich persönlich abgesetzt, habe ich Lie To Me – die Serie, in der die Lightman Group Fälle bearbeitet, um die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen, indem sie die Gesichter bzw. Gesten und Emotionen der Beteiligten lesen – doch noch wieder angefangen zu schauen und siehe da, die Serie hat mir wieder das Gefühl der ersten Episode gegeben: Interesse. Interesse, was für krasse Sachen Cal Lightman (Tim Roth) nun wieder anstellen wird, um die Wahrheit zu erfahren. Interesse, was mit den anderen Charakteren geschehen wird, auch wenn sie sich für mich anfangs einfach zu wenig weiterentwickelt haben. Nun, die Figuren haben mich wieder gepackt, besonders die bezaubernde Gillian (Kelli Williams), dessen Beziehung mit Cal einfach so wunderbar auf der Schwebe gehalten wird zwischen Freundschaft und Liebe. ,,Liebe” ist ein gutes Stichwort. Diese gibt es auch zwischen Cal und seiner Tochter – erstaunlich, dass sie nicht die tatsächliche Tochter von Jayma Mays (Glee) ist – Emily (Hayley McFarland). Ich liebe diese Liebe ohne Grenzen, eine Liebe wo man für eine Person alles machen wird, um das Wohlergehen dessen zu sichern. Genau das wird in dieser Staffel nochmal schön zwischen dieser Dreierkonstellation dargestellt. Gillian fungiert nämlich fast schon als Mutterfigur für Emily, so oft wie sie im Hause der Lightmans ist und gerade für Emily immer eine Ansprechperson darstellt. Eine wunderbare Chemie herrscht zwischen den Dreien.

Eine Chemie entwickelt sich auch zwischen den Mitarbeitern von Cal, Torres (Monica Raymund) und Eli (Brendan Hines). Als ständige Partner im Bearbeiten von den verschiedensten Fällen kommen sie sich im Laufe dieser Staffel schön näher, aber was daraus wird, zeigt sich noch in der weiteren Staffel, denke ich. Interessanter ist dann vielleicht die heiklen Spannungen zwischen Cal und Eli, da Eli fast nie für seine Arbeit gelobt wird und ein Auge auf einen anderen, ihm angebotenen, besser bezahlteren Job schielt. Cal kann hart zu seinen Mitarbeitern sein, das ist seine Art, aber am Ende des Tages würdigt er jeden für seine getane Arbeit, auch wenn er es nicht so offenkundig preisgibt.

Man merkt, dass mich die Beziehungen zwischen den Figuren viel mehr interessiert als die bearbeiteten Fälle. Das ist auch gerade der Grund warum ich die Serie überhaupt zwischenzeitlich aufgehört habe zu schauen. Nun, jetzt bewegt sich da was und es gefällt mir. Die Fälle aber auch, so ists nicht. Es gibt viel zu sehen: Afghanistan, Las Vegas, Bomben, Ufos, Irak etc. Besonders die Las Vegas Folge ist witzig, da Cal ein Hausverbot in jedem Casino hat. Jedenfalls Poker darf keiner mit ihm spielen, ein Bluff würde nie funktionieren. Deshalb gefällt ihm ja auch eher Roulette, dort kommt es auf Glück an, Cals Nervenkitzel, etwas, dass er in keinster Weise mitbeeinflussen kann. Seine Zahl: Die Doppelnull. Cal ist unberechenbar. Eine Figur, die man noch kein bisschen durchleuchtet hat, der noch einige Geheimnisse in sich trägt. Es bleibt interessant.

__________[ 7/10 ]__________

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