Monsters – Wer? Wir?

von Khitos

Das Kino-Erstlingswerk von Gareth Edwards ist eine sehr schlecht vermarktete Monstergeschichte, dafür aber ein viel besserer Beziehungsfilm, dessen zwei Akteure Samantha (Whitney Able) und Andrew (Scoot McNairy) im Vordergrund stehen und nicht die Action versprechenden Monster, die man seit dem Trailer erwarten würde. Die schnell geschnittenen Szenen und die meiste Action bekommt man in den ersten Minuten von Monsters geboten, von da an bleibt der etwas konstruierte Film größtenteils ruhig und erzählt die Geschichte über die beiden sich zunächst erst kennenlernenden Protagonisten und ihren Weg von Mexiko nach den vereinigten Staaten – durch die ausversehen infizierte, deshalb mit Kreaturen bevölkerte, Zone dazwischen, auf der sie sich immer näher kommen. Warum und wie das alles mit den Kreaturen passieren konnte bleibt größtenteils unbeleuchtet, ist aber auch im Hinblick auf die Zielsetzung des Films nicht ausschlaggebend. Gareth Edwards schafft es mit einem kleinen Budget einen Film zu kreiieren, der von seiner Optik, von seinen Aufnahmen Millionen hätte kosten können, sich aber – auch nicht in der Entwicklung der Beziehung – nie dem Kitsch hingibt. Stilistisch ist der Film großes Kino, die Farbkompositionen sind hervorragend und verleihen dem Film immense Ästhetik. Neben der besonders ansprechenden Optik – ja, dazu zähle ich auch Whitney Able – wirft der Film Fragen über Diskriminierung, Gewalt und der falschen Wahrnehmung auf, sodass man sich nach der Sichtung des Films fragen muss: Wer waren nun die Monster?

__________[ 6,5/10 ]__________

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