Best of 2011

von Khitos

Ein halbes Jahr ist seit meinem letzten Post vergangen? Wow. Wie die Zeit vergeht. Ich habe schon Lust wieder über Filme zu schreiben, jedoch fehlt mir oft die Zeit. Falls es jemand noch nicht bemerkt hat: Ich poste nichts mehr. Grund: Examensvorbereitung. Mehr will ich auch nicht dazu schreiben; die freie Minute, die ich mir hier gönne, will ich nicht damit “vergeuden”.

Es wird nicht besser in diesem Jahr, ich werde sicherlich noch weniger Filme schauen als im letzten (erschreckende Bilanz im Vergleich zum Vorjahr, erschreckend!). Dennoch wollte ich mal schauen, was sich da so angesammelt hat letztes Jahr und welche Filme ich die besten Bewertungen gegeben habe. Ich habe sicherlich weniger Ansprüche gehabt und wollte mich auch einfach nur unterhalten lassen, sodass manch einem die Auswahl vielleicht mal wieder komisch vorkommen wird. Aber so bin ich. Anspruch, bäh. Transformers, yeah. Hauptsache es bewegt etwas in mir.

Vorneweg: Ich habe leider nicht alles sehen können, was ich gerne gesehen hätte. Und bei manchem bin ich mir immer noch nicht sicher, daher haben diese erstmal keine Bewertung bekommen.

Filme, die ich leider nicht gesehen habe, aber Potential haben in die Liste zu kommen: Meek’s Cut-off, A Seperation, Weekend, Jane Eyre.

Filme, die mich beeindruckt haben, aber dennoch keine Bewertung bekommen haben; Kategorie “Mögliche Spitzenkandidaten, die eine Zweitsichtung benötigen”: The Tree Of Life, Certified Copy

So, hier nun meine kleine Liste:

Top:

1. The Tree Of Life

Die erste Sichtung war eine Mischung aus Überwältigung und Fragezeichen. Durch die zweite Sichtung konnte ich The Tree Of Life endlich als verständlichen Film würdigen. Ein Meisterstück mit unglaublichen Aufnahmen.

2. Trust

Was soll ich sagen? David Schwimmer hat mich mit diesem Film wirklich überrascht. Ein heikles Thema, intensiv inszeniert mit einem tollen Clive Owen. Catherine Keener hätte manchmal etwas ruhiger sein können, aber im Endeffekt nur ein kleiner Makel an diesem effektiven und sehr emotionalen Film. Die Vater-Tochter Beziehung ist einfach glaubhaft, berührend und hat mich am Ende sehr zu Tränen gerührt.

3. 127 Hours

Ich hätte nicht gedacht, dass der Film beim zweiten Mal auch so effektiv sein kann, aber er hat das Niveau beibehalten; das muss belohnt werden. Franco ist sehr toll in dieser Ein-Mann-Show und Boyles Inszenierung macht einen verdammt durstig. Mich hat der Film zweimal komplett mitgenommen, gefesselt und mitfühlen lassen.

4. Crazy, Stupid, Love

Kleiner Überraschungshit für mich. Erst nach dem Film habe ich gemerkt, dass Glenn Ficarra und John Requa, die Regisseure des wundervollen I Love You Phillip Morris, für den Film verantwortlich waren. Und dann wurde mir auch klar warum dieser Film so verdammt gut ist. Die Carell-Moore Beziehung ist pitch perfect – die beiden sind so sympathisch und erneut: Moore, hach, bleibt mir weg mit Emma Stone, Moore is the real deal. Ja, richtig gelesen, die Emma kann mich noch immer nicht ganz überzeugen und an hotness wird sie sogar übertrumpft von Ryan Gosling. Suck on that Emma!

5. Brothers

Vorneweg: Das Original ist besser. Grund: Natalie Portman spielt nicht mit. Aber bei dem Film konnte sie nicht so viel nerven, wie sonst. Viel mehr ist die Geschichte, das Drehbuch an sich das beste an dem Film. Klar, auch gut inszeniert von Jim Sheridan, aber dieser ruhige Aufbau der Story, diese ruhigen, aber packenden Momente, diese Explosion am Ende – Wow.

6. Four Lions

Fucking hilarious! Ich weiß nicht wann ich zuletzt so über den fiktiven Tod von Menschen gelacht habe. Ich weiß zwar nicht, ob der Film eine zweite Sichtung standhält, aber die erste hat mich zum Brüllen gebracht, das soll mal jemand schaffen.

7. Rio

Ich hab mich schon in den ersten Minuten in Rio verliebt. Dazu kamen dann noch die Lieder und diese Animationen ((!) Die Tanzszene?! Wow!)…sehr toll und sehr witzig noch dazu.

8. Dogtooth

Der wohl interessanteste Film der letzen Zeit. Eine bahnbrechende Vision, die man sich anschauen sollte. Der Film lohnt sich allein wegen der Prämisse. Die Griechen, verrückt.

9. Bobby Fischer Against The World

Die Doku über den wohl besten Schachspieler der Welt: Bobby Fischer. Ein sehr guter Einblick in die Psyche eines Genies, der dem Wahnsinn verfällt. Alles schön in Schachtermini umrahmt und dafür noch sehr kurzweilig gestaltet. Dieser Film wird aber wohl nur Schachliebhabern gefallen ;)

10. Insidious

Bester Horrorfilm des Jahres. Von vielen mal wieder verkannt und abgestempelt als billiger Schockerfilm. Insidious ist für mich mehr, eher ein angenehmer Mix aus vielen verschiedenen Schock- und Gruselelementen – die dazu noch sehr wirkungsvoll eingesetzt werden –  und macht eines richtig, was viele, viele zuvor nicht gemacht haben: Die Charaktere reden miteinander. Einer der größten Pluspunkte für mich gewesen. Kleiner Minuspunkt: Leigh Whannel hätte ruhig sein Cameo streichen können.

[11. Transformers III]

Michael Bay übertreibt einfach. Erholt vom miserablen zweiten Teil kommt Bay wieder fast zu seiner alten Form und beschert erneut eine Materialschlacht, die es in sich hat.

Runner-Ups: Incendies, Rabbit Hole, The Kings Speech, I Saw The Devil, Prom

Sehr positiv überrascht gewesen: Win Win, It’s Kind Of A Funny Story, Tron: Legacy, The Adjustment Bureau

Enttäuschungen: Black Swan, Melancholia, Source Code

Schlecht: Captain America, Sucker Punch

Fantastische Szenen:

  • Ende von 127 Hours
  • die Tanzszene in Rio
  • die slowmotion Aufnahme von Ryan Gosling, wie er Pizza isst in Crazy, Stupid, Love
  • Der Kampf gegen die Riesensamurai in Sucker Punch
  • Strandsequenz in X-Men:First Class
  • Die Moral von It’s Kind of A Funny Story
  • Das Katz-und-Maus-Spielchen in I Saw The Devil
  • die Busszene in Inscendies
  • Esstischschocker und diverse andere Schocker in Insidious

Film, den ich 2011 zum ersten mal gesehen habe und der mich umgehauen hat: Dear Zachary.

Neue Lieblinge: Michael Fassbender, Ryan Gosling

Erneut, immer wieder toll: Julianne Moore.

Frechheit des Jahres: Den Oscar an Natalie Portman zu geben und nicht an Annette Bening.