Es ist mal wieder so weit. Eine weitere Szene, die mir nicht aus dem Kopf gehen will und die ich – um ehrlich zu sein – auch gar nicht vergessen will. Denn was man in der Szene zu sehen bekommt ist schlicht und ergreifend unvergesslich. Ellen Burstyn erhebt sich in diesen Minuten zum absoluten Highlight von Requiem For A Dream und durchschlägt jeden harten Kern in jedem ach so harten Kerl. Wer bei diesem Monolog keine Sympathie für die Figur Sara entwickelt, sie nicht bemitleidet in ihrer trostlosen Wohnung und ihre Einsamkeit nicht weiter beachtet, nicht gerührt von ihren Worten ist: Derjenige hat kein Herz.
What have I got Harry, hm? [...] I’m alone. Your father’s gone, you’re gone. I got no one to care for. What have I got, Harry? I’m lonely. I’m old.
Ich muss zugeben, dass ich Ellen Burstyn nur noch in Darren Aronofskys darauffolgendem – und ziemlich enttäuschenden – The Fountain gesehen habe, und dort hatte sie lediglich eine winzige Rolle, die einem Cameo gleicht. Deshalb ist ihre Darbietung in Requiem umso grandioser und wurde berechtigt mit einer Oscarnominierung belohnt. Zwar musste sie ansehen wie diese Trophäe an (oh mann…) Julia Roberts ging, die eigentliche Gewinnerin ist sie aber trotzdem. Ich hab mich mal gefragt, warum viele das grandiose Requiem For A Dream nur einmal gesehen haben und dann nie wieder. Zweimal in zwei aufeinanderfolgenden Tagen ist meine bisherige Bilanz und es wird sicherlich noch eine Sichtung folgen, und sei es nur wegen dieser Szene:
I like the way I feel. I like thinking about the red dress and the television and you and your father. Now when I get the sun, I smile.


