Evan Almighty

Evan Baxter (Steve Carell), frischgebackener, optimistischer Politiker, bekommt von Gott (Morgan Freeman) die Aufgabe eine Arche zu bauen, was seine heile Welt ziemlich ins Schwanken bringt.

Mehr Story lässt sich auch nach mehreren Suchaktionen nicht auffinden. Die teuerste Komödie aller Zeiten basiert einzig allein auf den altbekannten Plot von einem Mann, der eine Arche bauen soll, um Großes zu vollbringen. Und das alles in witzig. Leider hat dieses Konzept nicht ganz geklappt.

Tom Shadyac hat nach dem überraschenden Erfolg von „Bruce Allmächtig“ natürlich mit dem Gedanken gespielt einen Sequel zu drehen und bot Jim Carrey und Jennifer Aniston nochmal einen Part an. Beide haben abgelehnt. Womöglich hatten sie schon eine Vorahnung vom geringen Potenzial des Filmes. Aus dem Schneider sind sie alle mal. Und das ist auch gut so. Morgan Freeman als Gott ist geblieben, kann aber auch zufrieden damit sein. Er gibt die selbe Leistung ab, wie er es zuletzt getan hat und kann sich über seinen nächsten Kontoauszug freuen.

An die Stelle von Bruce kommt Evan, der nervige Nachrichtenreporter, der allen Anschein nach auf einmal Politiker werden will und dies auch direkt wird. Diese Einführung ist nicht nachvollziehbar und befriedigt die Fragen, warum gerade er der Nachfolger ist, in keinster Weise. Besonders da er nicht einmal die Macht besitzt, die Bruce hatte. Evan befolgt Gottes Worte, Bruce hatte Gottes Macht. Deswegen ist der Titel unpassend und wird zugleich auch noch als Köderfang ausgenutzt, um ja mehr Zuschauer anzusprechen, besonders die, die den Vorgänger mochten.

Steve Carell kann witzig sein, hat auch ein paar witzige Momente im Film, ist aber auf breiter Ebene kläglich gescheitert. Die Gags erwecken in dem Zuschauer ein permanentes Gefühl von einem Déjà-Vu. Das Wort ’subtil‘ hat man bei dem Film einfach mal vergessen und setzt auf plumpe, oft auch physische Komik, die einfach nicht zu überzeugen weiß. Auch Nebencharaktere wie Rita (Wanda Sykes), die hier und da Witze reinsträuen sollen, werden nach (sehr) kurzer Zeit nervig und sind eher störend, als dass sie die Lacher schlechthin sind. Und auch wenn Jonah Hill mit der kommenden Komödie „Superbad“ einen Erfolg landen wird, er ist in meinen Augen miteiner der Erstgenannten, wenn nach den nervigsten Charakteren im Film gefragt wird. Als wirklich akzeptable Figur kann man Lauren Graham nennen, die die Rolle der Ehefrau angemessen spielt, manchmal aber durch ihre direkte Hinnahme zu Evans Plänen unglaubhaft rüberkommt.

Da „Evan Allmächtig“ ganze 175 Millionen verschluckt hat möchte man natürlich auch etwas dafür sehen. Und tatsächlich bekommt der Zuschauer auch etwas zu sehen: Akzeptable Effekte, da nichts wirklich aussergewöhnlich gut aussieht, und realistische Tiere, die jedoch noch zu stark nach Computer-animiert-und-reingeschnitten aussehen. Es ist ok, aber man hätte einfach mehr erwartet, wenn man bedenkt wie Michael Bays Budget aussah und was er hingegen daraus gemacht hat.

Alles in allem ist „Evan Allmächtig“ nicht zu empfehlen. Er überzeugt nicht als würdiger Nachfolger von Bruce und besonders nicht als Komödie.

__________1/10__________

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s