Idiocracy

Joe Bauers (Luke Wilson) ist Bibliothekar und der der durchschnittlichste Typ in der ganzen Army. Genau so wie Rita (Maya Rudolph), eine Prostituierte, hat er keine Familie und ist somit perfekt für das neueste wissenschaftliche Experiment der Army: Beide Testpersonen werden in eine Art Winterschlaf versetzt und nach einem Jahr wieder aufgeweckt. Das Problem ist nur, dass aus dem einen Jahr gleich 500 Jahre werden und Joe sich nach dem Aufwachen im Jahre 2505 wiederfindet. Die Welt ist komplett verblödet und benutzt einen Energydrink als Wasserersatz. Joe wird nach einem Intelligenztest zum klügsten Menschen auf der Welt ernannt und bekommt die Aufgabe die Welt zu verbessern.

Die Story ist so absurd, dass es doch irgendwie wieder lustig ist. Das was Mike Judge aus dieser Idee gemacht hat ist jedenfalls erstaunlich! 2505 sieht die Welt schon ganz anders aus. Es werden Probleme angesprochen, die die Welt einfach nicht lösen kann. Zum Beispiel wäre da das Müllproblem. Im Film wird alles auf einen Flecken Erde deponiert und liegengelassen. Auch in der heutigen Zeit müssen wir zusehen, dass dieses Problem irgendwie gelöst wird. Das andere wäre natürlich der komplette Verlust der Intelligenz, Werte und Normen. Die Sprache wird reduziert auf die wichtigsten vulgären Begriffe und die Medien werden der Intelligenz angepasst, d.h. noch einfachere Slogans, noch leichter zu verstehende Witze etc.. Durch dies alles muss Joe nun irgendwie durch. Für Joe ein Höllentrip, für den Zuschauer aber amüsante 84 Minuten.

Die Welt von 2505 wird ziemlich gut dargestellt, wenn auch oft übertrieben. Die Medien jedoch sind gut getroffen, denn sie belagern das Leben der Menschen ununterbrochen und wirken realitätsnah, soweit man das sagen kann. Auch die Charaktere neben Joe und Rita sind für sich ein Highlight, wenn auch die meisten einfach in eine Schublade gesteckt werden: Dumm und geldfixiert. Bekannte Gesichter wird man auch auffinden, wie z.B. Justin Long als ziemlich verrückten Doktor oder Terry Crews als Präsident der Vereinigten Staaten. Der Letztere müsste aus „Alle hassen Chris“ einigen bekannt sein, aber auch so treibt er sich mit einer kleinen Rolle in manchen Komödien herum, demnächst in „Balls of Fury“.

Luke Wilson als Weltretter ist eine gute Wahl, da er zwischen den anderen Charakteren wirklich den schlausten Eindruck macht und dazu seine Rolle solide runterspielt. Maya Rudolph hätte wahrscheinlich auch durch eine andere Schauspielerin ersetzt werden können, aber ansonsten spielt sie die Rolle ok, besser aber auch nicht. Natürlich kann man bei einem solchen Film keine schauspielerische Glanzleistung erwarten, sollte man auch nicht, denn der Humor besteht hauptsächlich aus dümmen Sprüchen.

Die Intention hinter dem Film wird klar herausgestellt: Die Menschheit muss mehr lesen, sich bilden, ansonsten endet sie wie in dem Film. Eine gute, wenn auch nicht neue Moral, die den Film aber akzeptabel unterstützt.

Fazit: „Idocracy“ ist eine durchschnittliche Komödie, die man sich mal agucken kann, wenn man mal Zeit und Lust auf leichte Unterhaltung hat.

__________5/10__________

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