Hitman

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Hitman ist ein Spiel, das ich vielleicht vor 4 Jahren oder noch früher gespielt habe. Für 10 Minuten. Länger habe ich es nicht ausgehalten. In meinem jungen Alter hatte ich sogar Angst vor dem Spiel, es war einfach zu heftig für mich. Jetzt, mit 18 Jahren und endlich berechtigt das Spiel legal nach Angaben der FSK zu spielen, hätte ich wahrscheinlich nicht mehr solche Hemmungen als Killer mit dem Namen 47 Leute hinterhältig zu töten. Ausprobiert habe ich das Spiel aber bis Heute nicht mehr. Dafür war mein Interesse aber stets auf die Verfilmung dieses bösartigen Spieles gerichtet. Der Trailer versprach einen ansehnlichen Actionfilm, der mit Olga Kurylenko auch seine sexy Seiten zeigen kann. Und genau das hat man bekommen. Mehr hatte ich nicht erwartet, mehr sollte man auch nicht erwarten. Storymäßig ist mir eigentlich alles gleichgültig vor den Augen vorgeführt worden, deswegen kann ich auch nicht viel über die Komplexität, die der Film auch nicht wirklich besitzt, der Story schreiben…Viel mehr interessiert doch 47. Im Spiel hat mir sein Wesen Angst gemacht, im Film sollte ein Timothy Olyphant dieses Gefühl auslösen. Hm…ob er es geschafft hat? Nein. Ich habe schon vorher gesagt, dass sein Babygesicht nicht böse, nicht angsteinflößend genug ist. Unterstützt durch Schattenspielchen, die sein Gesicht halbwegs verdecken, und schönen Kameraperspektiven kann Olyphant als Killer überzeugen, bei Tageslicht und bei Frontalaufnahmen besitzt er lediglich die Macht einem kleinem Baby Angst zu machen. Schade eigentlich, ich hätte wirklich gerne einen ultraharten, keine-Gefangenen-nehmenden, emotionslosen Killer gesehen. Seis drum, Olyphant als Killer mit Gefühlen war dennoch akzeptabel, nur halt nicht ganz hundertprozentig passend für diese Rolle.

Wer mich schon mehr aufgeregt hat war Dougray Scott, im Film der Interpol-Typ Mike Whittier, bei Desperate Housewives der schmierige Engländer Ian. Genauso wie in der Serie hat er den nervtötenden Charme übernommen und löst mit seinem ich-bin-der-Vorgesetzte-ich-bin-geil-Verhalten nur einen angewiderten Gesichtsausdruck des Zuschauers (oder auch nur bei mir ;)) aus. Da erfreut es umso mehr, wenn man auf einen weiteren Serienbekannten trifft, der sich als russischer Polizist doch ganz gut gibt: Robert Knepper aka T-Bag (aus Prison Break), der seinen ‚Pretty‚-Charme mit einem russischen Akzent ersetzt und doch das Aussehen des quasi-Pädophilen beibehält. Apropos Aussehen. Da war doch noch diese Frau, die das nächste Bondgirl sein wird…Olga Kurylenko, die Frau, die nicht nur 47 schwach macht. Eine Augenweide. Daniel Craig freut sich bestimmt schon ~

Kommen wir zur Action. In wenigen Worten: Manche Zeitlupenaufnahmen sind sehr ansehnlich und in Kombination mit den feinen Anzügen des Killers einfach bombe. Choreographiemäßig ist nichts wirklich überraschendes vorhanden und die Gegner von 47 sind lasche Buben, die allein schon von den schwarzen Anzügen der Spezialeinheiten übertrumpft werden können.
Man kann sich Hitman ansehen, es wird aber kein weltbewegenes Ereignis werden. Optisch, nicht nur wegen Olga, sehr schön, kurzweilig und actionreich. Eine Sichtung ist auch schon wegen dem guten Score berechtigt.