SevenPounds

Siebenmal, du hast keine Wahl. Siebenmal, denn die Sieben ist meine Zahl

SevenPounds

Schon Subway To Sally sangen über diese Zahl und beleuchteten das Mystische an ihr. Was an der Sieben so mystisch oder viel eher mysteriös ist bekommt man durch den Trailer von Seven Pounds näher beigebracht. Man weiß nicht was los ist, man sieht einen geknickten Will Smith, Rosario Dawson, die mit ihm auf einer Wiese sitzt, Friede, Freude, Eierkuchen und Tränen. Sieben Pfund? Kostet die Eintrittskarte in England so viel? Die Lösung gibt uns der deutsche Trailer: Sieben Leben. Es geht um Leben, Menschenleben. Und mal wieder hat ein vermurkster Trailer etwas ganz entscheidendes vorweggenommen. Yipiee.

Regisseur Gabriele Muccino hat schonmal mit Will Smith gearbeitet und das nicht ganz unerfolgreich. The Pursuit of Happyness heißt ihr gemeinsames Werk und stellt seit ralativ langer Zeit Smiths besten Film dar. Mit I Am Legend und Hancock legte er zwar zwei Blockbuster hin, jedoch stehen sie weit hinter dem längst fälligen Ausflug in die Dramatik, die seit jeher immer von einem Actioncharakter verdrängt wurde. Zugegeben, im Endzeit-Legend hat er – und das ganz gut – einen sehr einsamen Menschen gemimt, aber gleichzeitig musste er auch gegen unrealistische Zombies ankämpfen, also bitte! Deshalb stellt Seven Pounds den nächsten Versuch dar etwas mehr Schauspielkunst zu präsentieren, die auf jeden Fall in Will Smith steckt.

Wie zuvor erwähnt löst der deutsche Trailer leider Gottes einen kleinen Twist auf, was den Film aber um einiges an inhaltlicher Stärke reduziert. Aber mal genug von deutschen Trailern, die eh doof sind. Seven Pounds stützt sich auf diese Prämisse der Rettung der sieben Schicksale und erzählt den Weg, den Ben Thomas ( Smith ) dafür zu gehen wagt. Das Problem, das sich vor mir ausbreitet, ist aber nicht Smith. Er macht seine Sache gut und kann – ohne Zweifel auch in diesem Genre gut aufgehoben – weitesgehend überzeugen, so wie Rosario Dawson, die eines der zu helfenden Personen spielt. Was mich stört ist, wie Muccino die Geschichte inszeniert hat.

Konfuzius sagte einst Der Weg ist das Ziel. Doch ist es nicht trotzdem schade, wenn man das Ziel vorher kennt? Die Klärung der Verwirrung, Ben Thomas großer Masterplan. Muccino baut Seven Pounds auf ein paar Twists auf und kann diese nicht wie gewünscht einsetzen. Stattdessen wird die immer stärker werdende Beziehung zwischen Ben und Emily ( Dawson ) beleuchtet und nach und nach mit kleinen Flashbacks das ‚große Finale‘ vorbereitet. Pustekuchen. Da hätte es mehr geben sollen. Die Beziehung ist etwas unklar und überstürzt fragwürdig, einige Charaktere existieren ohne jeglichen Sinn und rücken für eine defizitäre Erzählung in den Hintergrund. Unverhofft spannungsarm und dazu noch zu lang kommt Seven Pounds am Ende daher und verabschiedet sich sogleich im Gedächtnis des Zuschauers.

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4 Gedanken zu “Siebenmal, du hast keine Wahl. Siebenmal, denn die Sieben ist meine Zahl

  1. Eigentlich schade, denn von der Grundidee hätte der Film durchaus was werden könne, zu Mal ja auch seine beiden Hauptdarsteller nicht die Schlechtesten ihres Fachs sind.😉 Naja, ich werde dann vllt. mal in die DVD reinschauen…

  2. Ich finds problematisch, dass Muccino so tut, als ob der Zuschauer nicht wüsste, worums eigentlich geht. Dabei war bereits vor Monaten klar, wohin der Hase läuft. Man hätte einfach den Fokus anders legen müssen.

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