Janus.

Du schwebst herein
wie du ihn betörst.
Du verzauberst fast so gut
wie du zerstörst.
Du genießt
wie er dich hofiert,
wie er dich umwirbt,
ganz ungeniert.

Ich hab dich geliebt .
Ich habe dir vertraut.


War das nur die Illusion
oder ist das schon
die Hoffnung die dort starb?
Ich hab so viele Fragen
doch statt etwas zu sagen
schweigen wir zwei uns ins Grab.

Die Dämme brechen lautlos,
das Wasser steht uns bis zum Hals.
Wir leugnen stur die Kälte,
ein Aufschub, bestenfalls.

Das Ende naht mit schweren Schritten
raubt es uns die Sicht
auf das, was uns zerbricht.
Sind deine Augen feucht
oder spiegeln sie die Sonne
ihr gleißend helles Licht?


Etwas ist geschehen,
man kann es sehen
es überschattet dein Gesicht.
Du liegst auf der Lauer,
um dich eine Mauer,
die kein Mensch durchbricht.

Ich will leben,
heilst du mein krankes Herz?


Sag doch was.
Bitte, sag etwas.
Ich hab genauso wenig Kraft wie du.
Sag doch was.
Einfach irgendwas
und ich hör dir zu.

Jetzt sag doch was.
Komm, wir gehn noch ein Stück.
Nichts bringt uns die Zeit zurück,
nichts macht Worte ungeschehn.

Sag etwas.
Was habe ich falsch gemacht?
Wie lang schon vor dieser Nacht,
hast du das Ende kommen sehn?

Sag doch was.
Bitte, sag etwas.
Ich hab genauso wenig Kraft wie du.
Sag doch was.
Einfach irgendwas
und ich hör dir zu.

Sag doch was ,
einfach irgendwas.
Werd einmal laut,
fahr aus der Haut,
von mir aus schrei mir ins Gesicht.
Brich in Tränen aus
und klag mich endlich an.
Nur bitte sag etwas,
einfach irgendwas,
das ich dir glauben kann.

Janus