Jahresrückblick: 2012 - die besten und die schlechtesten Filme

Jahresrückblick: 2012 – die besten und die schlechtesten Filme

[Edit: Drive beim Score vergessen (!!) und ein neuer Kandidat in die Top 10 gelandet]

Das Jahr ist rum und es folgt wie immer der Rückblick auf die besten und schlechtesten Filme. Aufgrund des Examens konnte ich meiner Leidenschaft nicht vollends die Zeit geben, die ich gern gegeben hätte. Das zeigt sich in der sehr kleinen Zahl an gesehenen Filmen: 91 (+x – ich konnte leider meine Filmliste nicht immer aktualisieren und habe sicherlich ein paar verschlampt und kann mich nicht mehr daran erinnern…). Davon waren sogar 12 Mehrfachsichtungen, von daher eigentlich ein sehr, sehr moderates Jahr, was das Filme sehen angeht. Dafür waren jedoch wieder sehr gute Filme dabei, sogar überraschend viele. Dazu kommt noch, dass ich viele vermeintlich gute Filme leider nicht sehen konnte und die ich diese mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht mehr später eintragen werde in die Liste; Faulheit, „sei Dank“.

Eines noch vorweg: Meine üblichen Banner bekomme ich aufgrund mangelnden Programms erstmal nicht hin, daher wird dieser Beitrag etwas an Prunk verlieren.

Es gibt nicht viel zu erzählen, daher starte ich doch direkt mal mit den Kategorien und versuche nichts zu vergessen.

Overrated:

The Avengers – Wahrscheinlich DER Film für viele Kinogänger letztes Jahr. Für mich eine herbe Enttäuschung. Was war das Whedon? Ich habe mich auf eine tollen Superheldenfilm gefreut und bekam eine lauwarmes Trainingsvideo dessen. DAS soll ein Spannungsbogen sein? DAS sollen die Gags sein? DAS sollen Gegner sein? Ich hätte gerne wie viele andere im Kinosaal geklatscht, als Iron Man sich seinen zweiten Anzug mitten in der Luft anzieht, aber das tat ich nicht. Dafür brachte der Film viel zu wenig auf den Tisch. Warum „alle“ diesen Film so lieben lässt sich wohl nur durch Fanboytum erklären mit der Kunst alles Schlechte mental verdrängen zu können.

Ziemlich beste Freunde – Auch ein Film, der am Anfang des Jahres sehr viele gute Kritiken erhalten hat. Auf Top 10 Listen habe ich ihn dennoch noch nicht gesehen. Dennoch ein viel zu gehypter Film, der mich persönlich nicht ganz überzeugt hat.

Hugo Cabret – Scorsese und ich werden nicht miteinander warm.

Haywire – Soderbergh, wtf mann! Ich dachte hier kommt fetzige Frauenpower und was bekomm ich? Einschlafaction.

Moonrise Kingdom – Dieses Mal nicht my cup of tea.

Underrated:

Extremely Close And Incredibly Loud – Von vielen für schlecht erachtet, empfand ich diesen Film doch sehr ansehnlich und emotional wirkungsvoll. Nicht zuletzt aufgrund des fabelhaften Scores von dem Könner der gegenwärtigen Soundtracklandschaft Alexandre Desplat.

Leider nicht gesehen:

Once Upon A Time In Anatolia  (So viel von Filmspotting gepriesen…muss ich noch irgendwann nachholen) – Police, Adjective  –  Holy MotorsKilling Them SoftlyWreck-it RalphAnna Karenina7 Psychos

Enttäuschung des Jahres: Gibt es glaube ich nicht. Vielleicht The Avengers, weil ich mich schon sehr auf den gefreut habe…

Geheimtipp:

Take Shelter – Ohne Filmspotting hätte ich diesen Film wohl auch nicht gesehen. Und viele kennen ihn noch nicht, von daher: Ansehen!

Martha Marcy May Marlene – Wieder: Filmspotting sei Dank. Toller Film.

The Grey – Sicherlich als Liam Neeson Action-nonsense von vielen verworfen. Der Film ist aber wirklich besser als erwartet!

Bester Score:

W.E. – Zwar den Film nicht gesehen, aber der Score ist fantastisch; von Abel Korzeniowski, ein vielleicht sogar größerer Virtuose als Desplat.

Martha Marcy May Marlene – John Hawkes Version von Marcys Song

Drive – Der ganze Score ist fantastisch!

Schauspielerische Leistung:

Iron Lady – Meryl Streep hat den Oscar auf jeden Fall verdient.

– Leider sind meine Notizen wieder etwas dünn, von daher leider keine weiteren nennenswerten Leistungen…

Beste Sequenzen:

Shame – Die Anfangsverfolgung der Frau in der U-Bahn Station

Warrior – Tom Hardy in jedem Kampf

The Dark Knight Rises – Das Ende und Banes Szenen.

Drive – Jede Szene in der gefahren wird.

The Imposter – Das Grinsen.

Abraham Lincoln Vampire Hunter – die Sillouettenaufnahme.

Bourne Legacy – Wie Aaron von der Kamera verfolgt wird als er ein Haus hochklettert, um am Ende aus dem Fenster raus einen Bösewicht zu erschießen – hatte was.

Und nun zum Hauptteil:

Die Schlechten (0-3 Punkte):

– V/H/S – The Big Year – Final Destination 5 – Dredd – Step Up Revolution – Thats My Boy – Margaret – Haywire – Wir Kaufen Einen Zoo – The Amazing Spiderman – Battleship – Our Idiot Brother – Moonrise Kingdom – Cosmopolis – We Need To Talk About Kevin – The Watch

Die Mittelmäßigen (4/5 Punkte):

– Der Hobbit (jedenfalls in 3D und 48 Frames [Letzteres hat viele Bewegungen beschleunigt und das ganze Fantasyspektakel in eine hochwertige ZDF-HD-Produktion verwandelt, ätzend..] – ansonsten wohl der Vorlage zu verdanken, die ich aber nicht gelesen habe) – New Years Eve – The Words – Pitch Perfect – What To Expect When You Are Expecting – War Horse – Das Gibt Ärger – The Avengers – Frankenweenie – Premium Rush – End Of Watch – Bourne Legacy – A Thousand Words – Intruders – Hugo Cabret – Taken 2 – Beasts Of The Southern Wild – Prometheus  – Project X

Die Guten bis Sehr Guten (6/7 Punkte):

– Sinister – Abraham Lincoln Vampire Hunter – Chronicle – Perks Of Being A Wallflower – Man In Black III – Young Adult – Seeking A Friend For The End Of The World – The Hunger Games – Shame – Ted – Amour – Inkeepers – 50/50 – The Descendants – Best Exotic Marigold Hotel – Lola Versus – Argo – The Dictator – Ziemlich Gute Freunde – The Girl With The Dragon Tattoo – The Artist – Indiegame The Movie – We Are Legion – The Dark Knight Rises – Brave – Moneyball – Tinker Tailor Soldier Spy – Snow White And The Huntsman – Iron Lady – The Help – The Grey – Invisible War – The Raid Redemption

Die 10 Besten:

10. Killer Joe

9. Extremely Loud And Incredibly Close

8. Undefeated

7. Warrior

6. Compliance

5. Looper

4. Take Shelter

3. Martha Marcy May Marlene

2 1/2. Wreck-It Ralph

Wreck-It

2. The Imposter

1. Drive

8 Gedanken zu “Jahresrückblick: 2012 – die besten und die schlechtesten Filme

  1. Möhöglicherweise lässt sich der Hype um The Avengers auch mit einem anderen Geschmack als dem deinen erklären *g*
    Aber wir hatten ja vor Urzeiten bereits festgestellt, dass wir nie Filmfreunde werden können😦
    (ich glaube zumindest, dass du das warst ;D )

    • Es geht, ja, wir haben tatsächlich kurz darüber diskutiert😉 Und ich finde auch als Avengers-Fan wird man nicht verneinen können, dass die Gegner keine richtigen Gegner waren und man keine Spannung gespürt hat😉
      Aber nun gut, lassen wir es beim Geschmacksunterschied ^^

      Ach, ein paar Filmübereinstimmungen wird es sicherlich mal geben😀

  2. Drive hatte ich ganz aus den Augen verloren – das ging ja gar nicht anders als ihn auf Platz 1 zu setzen😉
    & Martha Marcy May Marlene muss ich unbedingt nochmal schauen :B

    • Wie kann man Drive aus den Augen verlieren?!
      Ganz vergessen den OST dafür auch in die Liste zu setzen =/
      Und MMMM können wir gerne nochmal schauen, genau so TTSS😀

  3. Dredd – (…) – Thats My Boy – (…)– Moonrise Kingdom – Cosmopolis – We Need To Talk About Kevin

    Die haben bei den Schlechten natürlich überhaupt nichts zu suchen, da gehört eher der schnarchige Martha Marcy May Marlene rein. Aber immerhin gibt’s hier extreme Liebe für The Imposter.
    Aber immerhin mal ein Blogger, der auch Dokus schaut (Daumen hoch für Undefeated und Indie Game: The Movie).

    • Dass du Thats My Boy verteidigst hätte ich nicht gedacht. Leider mal wieder eine schlechte Adam Sandler Komödie…
      Dredd war wirklich nur ein wenig „Judgment is coming“ und ganz viel Herumeierei, dann lieber The Raid und richtige Action :3
      Bei Moonrise Kingdom: Wie gesagt, dieses Mal hats mich überhaupt nicht angesprochen – Fantastic Mr. Fox war um einiges besser. Vielleicht gebe ich dem noch eine Chance, soweit ich mal in so einer Anderson-Stimmung bin.
      Cosmopolis war auch nur Rederei, die für mich wenig ausgesagt hat. Aber vielleicht geht da Cronenberg über meinen Kopf hinaus, möglich möglich.
      Und zuletzt der wirklich schnarchige (NICHT MMMM!) We Need To Talk About Kevin – da wird die Symbolik doch auch etwas übertrieben und einfach viel zu langatmig alles erzählt, bah.

      Ja, The Imposter hat mich umgehauen. Habe schon gerungen ihn doch auf den
      ersten Platz zu setzen, aber ich wäre nicht Khitos wenn ich nicht doch einen etwas eher zu mir passenden Film auf die #1 wähle😉
      Und ja, ich habe versucht mehr Dokus zu schauen, die, die sich interessant anhören zumindest. Undefeated durfte da natürlich nicht fehlen – bestätigt nur nochmals die Qualität von Friday Night Lights😀

  4. Also mit deinen Top 10-Filmen kann ich gut leben. Mit der Overrated und Underrated-Liste leider so gar nicht. Gut, bei „Haywire“ gehe ich noch konform. Aber „Avengers“??? Nein, nein, nein😉 Den fand ich echt super. Dafür fand ich „Extremely Loud…“ nicht sooo überragend.

    • Immerhin die Top 10😉
      Bei Avengers komme ich mit dem meisten Menschen wohl nicht auf den grünen Zweig😀
      Es ist ja schon etwas her mit Extremely Loud…aber das war schon ein toller Film, der mich überrascht hat (so viele Überraschungen dieses Jahr!). Meine Top 10 kann man auch etwas durchwuseln (bis auf Platz 1 und 2), sodass es nicht unbedingt Platz 9, sondern 10 sein kann (auch wenns nicht den größten Unterschied machen wird ^^).

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s