Grave

Grave Encounters I & II oder doch einfach nur I?

GraveTeil I: Grave Encounters beruhe auf wahren Begebenheiten und erzählt von einer Crew von Dokumentarfilmern, die sich in verschiedenste paranormale, gruselige Orte begeben, um dort eine Episode ihrer Doku-Show zu drehen. Ersteres wird jedenfalls so dargestellt. Die Vicious Brothers haben hier versucht dem Horror-Shaky-Cam-Genre eine weitere Ebene zu verleihen, indem sie den Produzenten Jerry Hartfield (Ben Wilkinson) in einem kleinen Interview am Anfang des Films voranstellen, der dem Zuschauer glauben machen soll, dass alles was folgt, auf wahren Begebenheiten basiere. Dann folgt – wie so oft in der Sparte – die Einblendung mit Informationen zum Film, den man nun sehen wird: Die Crew von der fiktiven Doku-Show Grave Encounters, angeführt von Showman Lance Preston (Sean Rogerson) betritt ihr neuestes unheimliches Anwesen, dessen Name und Ort geheim bleiben (Man will ja nicht, dass Zuschauer den Ort aufsuchen und selbst in die Fänge von den „Wesen“ kommen). Man weiß lediglich, dass es ein verlassene psychatrische Anstalt gewesen ist, in der Praktiken wie die Lobotomie ausgeführt wurden. Die Crew glaubt selber nicht daran, dass etwas Paranormales existiert. Die Showelemente bringen sie dennoch zu Tage mit einem Meister des Unnatürlichen, Houston Gray (Mackenzie Gray), der vermeintlich überall böse Energien zu spüren meint. Dass er damit Recht hat, hätte die Crew nicht gedacht.

Grave Encounters ist durch die Inszenierung als echtes Werk nicht unbedingt unüblich, beharrt aber etwas mehr darauf als andere Horrorfilme. Das mal dahingestellt bekommt man zunächst viel Gerede, Einführung in die paranormalen Praktiken, die die Geister zum Vorschein bringen sollen. Nach und nach geschieht etwas unnatürliches, wie es sich bei einem guten Horrorfilm gehört. Der Effekt erhöht sich wie immer, soweit man sich den Film im Dunkeln und Nachts ansieht. Es sind nicht die besten oder gruseligsten Effekte (Haare werden bewegt oder das verzerrte Gesicht, das man oft zu sehen bekommt), aber sie wirken nicht zu bemüht, sondern bleiben auf einem angemessenen ruhigen Grundtenor. Man achtet viel mehr auf die Situation, in der die Crew nun steckt. Die Anstalt ist nämlich keine normale Anstalt und verändert sich. Gerade das macht Grave Encounters zu einem Horrorfilm. Das zeigen auch die Szenen, in denen die Crew einfach nur durch die Gänge geht mit ihren Taschenlampen. Man hat das Gefühl man sei in dem Spiel „Slenderman“ und wer das mal gespielt hat und gerade das herumirren nicht aushalten kann, der wird auch bei Grave Encounters ein unwohles Gefühl bekommen.

Insgesamt bietet Grave Encounters vermutlich nicht die beste Idee, liefert diese jedoch mit einer effektiven Inszenierung auf den Bildschirm. Die Vicious Brothers haben bisher nur diesen Film gedreht und am zweiten Teil mitgewirkt als Drehbuchautoren. Man merkt, dass sie bemüht waren einen etwas anderen Film zu zeigen, keinen Durchschnittshorror. Wenn man Grave Encounters unter den richtigen Bedingungen schaut, dann wird einem das auch halbwegs geboten.

__________[ 5,5/10 ]__________

Teil II: Direkt mal die harte Wahrheit: Der zweite Teil von Grave Encounters ist beinahe überflüssig. Es werden ein paar neue Sachen gezeigt, unter einer anderen Prämisse, aber im gleichen Stil und am selben Ort. Hier wird nochmals sehr darauf hingewiesen, dass alles, was in Grave Encounters zu sehen ist, wahr sein könnte oder ist. Filmstudent Alex Wright (Richard Harmon) recherchiert nämlich ein wenig und findet heraus, dass alle Crewmitglieder aus dem ersten Teil spurlos verschwunden sind, im realen Leben. Die Vicious Brothers, die nun nur als Drehbuchautoren tätig werden, gehen im zweiten Teil nochmals auf die weitere Ebene, in der über den ersten Film und – nur sehr kurz leider – auf Horrorfilme im Allgemeinen. Letzterer Aspekt wird nur flüchtig auf einer Party erwähnt auf der die Filmstudenten um Alex sich aufhalten. Die heutigen Horrorfilme seien nur Schocker nach Schocker und viel Trubel um Nichts. Es hätte mir wirklich gefallen, wenn dort mehr über das Thema ausgeführt worden wäre. So bleibt es leider bei einem kleinen Satz und gelangt nicht auf die Meta-Ebene, die z.B. die Scary Movie Filme erreichen.

Es kommt wie es kommen muss: Die Filmstudenten wollen natürlich herausfinden, ob Grave Encounters I wahr ist und begeben sich zu der psychatrischen Anstalt des Films. Das Problem: Der erste Teil wird anscheinend wieder aufgerollt – die Kameraeinstellungen sind die gleichen und nur die Charaktere werden ausgetauscht. Es gibt, zugegebenermaßen ein paar neue Ideen bzgl der Anstalt und ein wenig mehr Szenen mit Action und „Wesen“, jedoch kann das allein nicht den Film rechtfertigen. Auch wird ein kleine Pointe und Bezug zum ersten Teil gezogen, was im Grunde mit den neuen Ideen das beste am Film darstellt.

Man merkt auch schon, dass nicht viel Arbeit in den zweiten Teil gesteckt wurde. Nur ein Jahr hat es gedauert bis dieser dem ersten folgte. Das nächste Mal ein wenig mehr Zeit lassen und einen wirklich neuen Film drehen, anstatt dem Original in seinem zu sehr nachzueifern.

__________[ 2,5/10 ]__________

5 Gedanken zu “Grave Encounters I & II oder doch einfach nur I?

  1. ich wird mal reingehen und gucken ob es wirklich spukt ich find dass sied wirklich sehr unrealistisch aus und alle sagen zu mir dass das wirklich real ist . und ich sage immer wer es glaubt wird sehlich

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