Retrospek: Juni 2013

Es ist immer ganz schwierig am Ende des Monats sich daran zu erinnern was denn so alles passiert ist. Dieses Mal eher weniger. Auch habe ich nicht allzu viele Filme sehen können, aber immerhin ein paar.

Gemacht

Externe Festplatte kaputt gemacht ;_;

Gesehen

Black Dynamite (USA, 2009, Scott Sanders) [7,5/10]

Stoker (UK/USA, 2013, Park Chan-wook) [8/10]

The Good Doctor (USA, 2011, Lance Daly) [5,5/10]

Die Vermessung der Welt (GER, 2012, Detlef Buck) [2,5]

Oh Boy (GER, 2012, Jan Ole Gerster) [6,5/10]

Red Lights (ESP/USA, 2012, Rodrigo Cortés) [5/10]

Apocalypto (USA, 2006, Mel Gibson) [7,5/10]

Gehört

Filmspotting

Gelesen

Game Of Thrones Ice and Fire (eigentlich schon im Mai, aber habs vergessen)

Die Kritiker deines Vertrauens

HeaderEs gibt Menschen, die nur auf ihr eigenes Empfinden hören und sich nicht von anderen beeinflussen lassen wollen. Doch manchmal ist dies einfach nicht möglich. So viele Gefahren könnten in einer einfachen Entscheidung liegen ins Kino* zu gehen. Zuvorderst wäre da der Zeitverlust, den ein Kinobesuch mit sich bringen würde; für einen Film, den man überhaupt nicht mochte und die Zeit nur zu gerne wieder haben würde. Weiterhin spielt auch der Kostenfaktor eine Rolle. Die Kinopreise sind teilweise sehr hoch und man muss sich wirklich genau überlegen, ob man 8€ für einen Film ausgeben möchte, vielleicht sogar 13€ mit Überlänge und 3D Zuschlag an einem Samstag. Als Filmeliebhaber wird man sicherlich schon ein gewisses Wissen an Schauspielern und Regisseuren haben, dass man selbst einschätzen kann, ob ein Film einem liegt oder nicht bzw. der Kinobesuch sich lohnt oder nicht. Auch die immer länger werdenden, manchmal zu viel zeigenden Trailer können einem Aufschluss darüber bieten, ob man den Film mögen wird oder nicht, soweit dieser den Film nicht komplett verfälscht präsentiert. Doch es besteht dennoch stets ein Risiko, dass der Kinobesuch nicht so wird, wie erhofft. Manchmal ist das Eingehen des Risikos gerade auch der Sinn der Sache, wenn man sich die vielen Sneak-Previews ansieht.

Im Normalfall wird man sich aber dennoch erst einmal ein paar Kritiken anschauen oder einfach nur Sternebewertungen, um sich vorher gewissermaßen, dass sich der Kinobesuch lohnt oder nicht. In meinem Fall ist es so, dass ich mich doch recht schnell beeinflussen lasse, soweit einer meiner Lieblingskritiker eine gewisse Tendenz vorweist für einen Film. Ein wenig konterkarierend für einen Hobby-Filmrezensenten, jedoch hält es sich auch in Grenzen, da ich grundsätzlich immer ca. 0,5 Punkte zu viel vergebe und es nach einer kleinen Bedenkzeit meist zurückschraube.

Ich habe einige Kritiker, die ich sehr schätze und mit denen ich häufig d’accor gehe, aber es manchmal auch ganz anders sehe. Es zeigt sich natürlich erst mit der Zeit, welche Kritiker einem liegen, doch interessiert es mich, was eure Kritiker sind, auf dir ihr zurückgreift, wenn ihr nicht weiter wisst. Daher frage ich explizit erstmal Flo, Don und bullion und eröffne die Frage auch an alle anderen, die das gerne beantworten würden.

Nun zu meinen Kritikern:

Filmspotting

Ich habe diesen Podcast seit Jahren gehört und schätze ihn wirklich sehr. Ich habe nicht wirklich viele Podcasts ausprobiert, doch ich habe es nicht für nötig erachtet noch andere aufzusuchen, wenn dieser schon so kompetent ist und mich immens unterhält. Filmspotting bestand als ich damit angefangen habe aus Adam Kempenaar und Matty Robinson und nun aus Adam und Josh Larsen. Ich kann diesen Podcast nur empfehlen! Gerade die Tiefe der Unterhaltungen, die die beiden an den Tag legen ist wirklich beeindruckend und weitaus besser, als ich bisher über einen Film nachgedacht hätte. Die beiden bringen stets neue Aspekte in das Gespräch, die den Film wirklich niedermachen oder sogar noch retten könnten. Problematisch ist wirklich nur, dass die beiden meist die Filme schon früher sehen und besprechen als ich, sodass ich bei manchen Filmen auch vorspulen muss, aber später darauf zurückkomme. Sternebewertung wird bei ihnen nicht unbedingt hervorgehoben, auch wenn sie es auf ihrer Seite einsetzen. Josh Larsen hat jedoch seine eigene Seite, wo er selbst noch schreibt. Diese Texte kann ich auch nur empfehlen.

Alles in allem super Typen, die es verstehen ihre Meinung kompetent kund zu tun und die ich sehr schätze.

James Berardinelli

Hier weiß ich selbst gar nicht mehr, wie ich auf ihn gekommen bin. Ich glaube aber, dass er auch zu den bekannteren Kritikern in Amerika gehört. Bei Herrn Berardinelli schätze ich es, dass er natürlich zunächst auch einen ähnlichen Geschmack hat, wie ich, aber letztendlich auch nicht zu abgehoben ist, stets eine verständliche Sicht auf den Film bietet und dies auch sehr einfach zu beschreiben weiß. Er verdammt auch nicht direkt jeden Blockbuster und sieht in vielen Filmen auch das Gute. Seine Sternebewertungen gehören auch zu meinen ersten Seiten, die ich vor einer Sichtung eines unbekannten Films begutachte.

Michael Phillips

Wer Filmspotting kennt, der kennt auch Michael Phillips, ,,the monthly visitor“ der Show, wie er letztens sehr lustig genannt wurde. Die Kritiker aus Chicago haben es mir einfach angetan. Chicago bietet neben tollen Serien auch sehr gute Kritiker! Michael Phillips gehört auch zu einem der Kritiker, die anscheinend 8 Filme pro Tag schauen (ob mit Festival oder nicht) und immer noch genau wissen, was dort passiert ist und dann noch eine souveräne Meinung dazu haben. Er schaut sich wirklich auch viele kleinere Produktionen an und kann mit Sicherheit viele Geheimtipps vergeben. Er gehört bei Filmspotting als häufiger Gast wirklich zu den witzigen Kritikern, die das Rezensieren einfach im Blut haben. Das hat er auch direkt gezeigt, als er letztens mit Tasha Robinson die Show gehostet hat, weil die anderen beiden Urlaub hatten.

Das wars von meiner Seite erstmal. Es sind nicht viele, aber das sollte auch genügen. Man will ja auch schnell ins Kino und nicht vorher zu viel Recherche tätigen müssen.

(*entsprechend anwendbar auf DVD-Ausleihe)

Media Monday #82

Ich weiß, ich weiß, es ist Dienstag, aber ich hatte gestern einfach keine Zeit bei dem Filmstöckchen von Wulf mitzumachen. Schon öfters habe ich auf anderen Seiten dieses Stöckchen gesehen und wollte irgendwann mal mitmachen. Und jetzt, verspätet, mache ich das mal.

1. Peter Sarsgaard gefiel mir am besten in keinem seiner Filme, weil er mir nie wirklich im Gedächtnis geblieben ist…

2. Clint Eastwood hat mit Changeling seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er aus Angelina Jolie einen Schrei herausbekommen hat, der mich den Film schauen wollen ließ (und weil ich nicht viele Eastwoods bisher gesehen habe bzw. ich Gran Torino auch nicht toll fand).

3. Meiko Kaji gefiel mir am besten in bisher nichts, weil ich sie bis dato nicht kannte =/.

4. Der beste Beitrag oder die beste Kritik, die ich in der vergangenen Woche auf einem Blog gelesen habe, war die schöne Besprechung von Timo über The Shining. (zwar nicht letzte Woche gelesen, aber fand ich erwähnenswert!)

5. Der schlechteste Film, den ich im noch jungen Jahr gesehen habe ist, Taken 2, weil er sich einerseits kurz am Soundtrack von DRIVE bedient hat und andererseits den Vorgänger an Qualität nicht entsprechen konnte.

6. Grundsatzfrage: Romane lieber selbst lesen oder vorlesen lassen (gerne mit Begründung)? – Da ich bisher noch nie ein Hörbuch gehört habe bin ich für selber lesen. Aber auch ohne ein Hörbuch gehört zu haben, kann ich mir vorstellen, dass man beim Zuhören einfach eher abschweift und sich nicht richtig in das Buch vertiefen kann.

7. Mein derzeit liebster Podcast ist Filmspotting, weil Adam und Josh (und davor Matty) jede Woche eine sehr differenzierte, ausführliche Rezension über einen Film herausbringen, die seines Gleichen sucht. Sehr souveräne Konversationen über Feinheiten eines Films, die mir oft entgangen sind. Mit ihrer Einheit „Massacre Theatre“ bieten sie zudem eine der witzigsten Minütchen Podcast-Historie, die ich bisher hören durfte. Es geht in wagemutige Schauspielmanoever, die mich nicht selten zum Lachen gebracht haben, bis zu manchmal wirklich guten schauspielerischen Einlagen (Kritik zu I’M HERE, falls wer Interesse hat, das mal selbst zu hören, wie die Moderatoren so gut spielen, dass man dachte, sie beenden die Show auf ewig). Weiterhin sind sie in Chicago stationiert, wo meine weiteren Lieblingskritiker, zumeist der tolle Michael Phillips, und sogar einmal A.O.Scott, zu Besuch waren.

So, vielleicht schaff ich es nächsten Montag auch pünktlich mitzumachen =)